(openPR) Hoffnungsträger der Politik, Sorgenkind der Branche, Zugpferd der Energiewende?
Berlin, den 13.11.2012. „Erneuerbare Quellen, hohe Effizienz, Systemintegration und dezentrale Versorgung – das sind die Schlüsselbegriffe der Energieversorgung von morgen“, ist sich Reinhard Schultz, Geschäftsführer des Biogasrat+ e.V., sicher. „Bei der Kraft-Wärme-Kopplung betrieben mit Biomethan kommt all das zusammen“, so Schultz.
„Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, dem Thema eine Konferenz zu widmen“, erklärt Dirk Tempke, Präsident des Landesverband für Erneuerbare Energie Sachsen-Anhalt. „Wir sind davon überzeugt: Der Einsatz von Biomethan und KWK ist einer der wichtigsten Bausteine der Energieversorgung von morgen.“ Die durch Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt eröffnete Veranstaltung bringt unter dem Motto „Biomethan + KWK“ am 10. Dezember führende Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft in Magdeburg zusammen, um gemeinsam über sinnvolle Vermarktungskonzepte, effiziente Bioenergienutzung und die Verbesserung der Systemintegration der erneuerbaren Energien bei der Strom und Wärmeversorgung durch dezentrale Nutzungs- und Erzeugungskonzepte zu diskutieren. Bei der abschließenden Podiumsdiskussion werden unter anderem Michael Richter, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft Sachsen-Anhalt und Silke Schindler, Sprecherin für Erneuerbare Energie der SPD Landtagsfraktion gemeinsam mit führenden Branchenakteuren über die Gestaltung der dezentralen Energieversorgung sprechen.
„Auch hier besteht, trotz der vielen Vorzüge, noch Handlungsbedarf“, erklärt Reinhard Schultz. „Der Markt hat heute noch mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen kann Biomethan in keiner der relevanten KWK-Leistungsklassen wirtschaftlich eingesetzt werden.“ Grund dafür ist die im Mai 2012 beschlossene Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes. Die damit verbundene Anhebung der Vergütung von fossil betriebenen KWK-Anlagen um zusätzliche 0,3 ct/kWh hat den Einsatz von Biomethan das nicht nach KWK-G, sondern nach EEG vergütet wird unmöglich gemacht.
„Die Politik zieht es hier leider vor, sein bestes Pferd im Stall zu lassen“ kritisiert Schultz. Gerade bei der so schwierigen Energiewende und angesichts der immer weiter steigenden Kosten für den Verbraucher durch die EEG-Umlage sei es aber essentiell, alle vorhandenen Potenziale optimal zu nutzen, so Schultz weiter. „Insofern ist die gesetzliche Schieflage im Bereich Biomethan-KWK grob fahrlässig und völlig inakzeptabel.“
Reinhard Schultz: „Wir als Biogasrat+ glauben, dass Sachsen-Anhalt auch hier eine Vorreiter Rolle zukommen kann. Insofern freuen wir uns über die beherzte Initiative des Landesverbandes und sind froh, die Veranstaltung aktiv unterstützen und begleiten zu können.“
Weitere Informationen zur Veranstaltung finden sie auf der Website des Landesverband Erneuerbare Energie Sachsen-Anhalt: http://www.lee-lsa.de
Anmeldungen richten Sie bitte direkt an das Insititut für Wirtschaft und Umwelt e.V.:
per Telefon: 0391 / 744 7 894, per E-Mail:






