(openPR) "Offensichtlich hat es sich die halbstädtische VBW Bauen und Wohnen GmbH zum Ziel gesetzt, im 'Lennershofquartier' das Wohnidyll für Familien zu zerstören", mutmaßt Sascha Merz (43), stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freien Bürger Bochum. "Anders kann ich es mir nicht erklären, dass im Bebauungsplan eine weitreichende Ansiedlung von Gewerbe im jetzigen Wohngebiet vorgesehen ist." In der heutigen Sitzung der Bezirksvertretung Bochum-Süd steht der Bebauungsplan auf der Tagesordnung, bevor der Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur- und Stadtentwicklung am 28. November über die Auslegung entscheidet.
"Die geplante Bebauungsdichte in diesem Bereich würde zu einer weitgehenden Flächenversiegelung führen und die Lennershofsiedlung für Familien wenig attraktiv machen. Außerdem orientieren sich die Bebauungshöhen teilweise an der Höhe des ID-Gebäudes der Ruhr-Universität – und dies mitten in einem durch vorwiegend 2-geschossige Einfamilien- bzw. Mehrfamilienhäuser geprägten Gebiet", erläutert Merz. "Die Freien Bürger bevorzugen daher eindeutig eine familiengerechte Wohnbebauung anstatt eines Campusquartiers."
Überdies wird im Bebauungsplan die Klassifizierung als "autoarmes Gebiet" angedacht, womit die VBW einen reduzierten Stellplatzschlüssel erreichen will. Merz: "Dies erweckt nur auf den ersten Blick einen familienfreundlichen Eindruck. Denn der zu erwartende Gewerbe- und Parksuchverkehr wird bei deutlich zu wenig Stellplätzen dem noch herrschenden Wohnidyll schnell ein Ende bereiten."













