(openPR) Am 18.11.2012 heißt es wieder auf den Pfaden Kölns wehrhafter Vergangenheit zu wandern.
Der 9. Tag der Forts gewährt in diesem Jahr nicht nur Einblicke in die noch erhaltene Bausubstanz der einst mächtigsten militärischen Festung Europas, sondern er führt unter dem Motto „verborgene Vergangenheit offengelegt“ auch abseits der Wege zu vielen unbekannten Orten mit Festungsvergangenheit.
Dass die, bis zum 1. Weltkrieg an die Zähne bewaffnete, Rheinmetropole heute die friedliche Umnutzung zeigen kann, ist insbesondere dem 1. Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland Konrad Adenauer zu verdanken. Er setzte sich in den 1920er Jahren als Oberbürgermeister Kölns für den Erhalt einiger Anlagen ein und entwickelte einen „Masterplan“, demzufolge das konzentrisch angelegt Militärgebiet in einen Raum für Naherholung gewandelt wurde. Bis in unsere Zeit künden Parkanlagen, Sportstätten und Schulen im Grüngürtel von dieser Idee.
Am 9. Tag der Forts werden die Zeugnisse sowohl der kriegerischen Epoche als auch der friedlichen Nutzung gezeigt. „Und“, da ist sich Robert Schwienbacher von den Initiatoren sicher, „wir werden selbst eingefleischten Kölnern noch neue Einblicke in ihre Stadt geben.“ Denn dank der Jahreszeit können erstmals auch solche Relikte gezeigt werden, die im Sommer von der Vegetation verdeckt sind. Nahezu jede Führung im äußeren Grüngürtel wird mit solchen „Entdeckungen“ aufwarten können.
Besonders stolz sind die Organisatoren, die im nächsten Jahr auf 1 Jahrzehnt „Tag der Forts“ zurückblicken werden, auf die Teilhabe von Andreas Adenauer, einem der Enkel von Konrad Adenauer. In seinem Geleitwort verweist er auf den inzwischen friedlichen Zweck der ehemaligen Festung Köln und erinnert an das Vermächtnis seines Großvaters. Den Aktiven bescheinigt er großes Engagement und dankt ihnen für die geleistete Arbeit.
Zusätzlich konnte Prof. Dr. Norbert Schöndeling, anerkannter Experte für Architektur und Denkmalschutz gewonnen werden. Er freut sich über die Aufmerksamkeit, die am Tag der Forts dem größten Denkmal Kölns zu Teil wird. Denn in einer Kultur- und Geschichtsmetropole konkurrierten zahlreiche Denkmäler und Denkmalepochen miteinander. „So präsent das römische und mittelalterliche Erbe ist, so wenig weiß man dagegen von der Bedeutung Kölns als einer der größten Festungsanlagen im 19. Jahrhundert.“, gibt Schöndeling zu Protokoll.
Und so kann am 9. Tag der Forts an mehr als 23 Kölner Orten in Führungen, Entdeckungswanderungen, Lichtbildvorträgen verborgene Geschichte aufgedeckt werden. Das Programm, das für alle Altersgruppen geeignet ist, liegt in ausgedruckter Form in den Publikumsämtern (Bürgerläden, Bezirksrathäusern) der Stadt Köln oder als PDF zum Download unter www.tag-der-forts.de.










