(openPR) Weihe vor der Uraufführung – Bestickt und bemalt mit dem Plakatmotiv zum 400-jährigen Jubiläum
Engelsberg/Erl – Sie stellt das bedeutendste Symbol für die Passionsspiele 2013 in Erl dar: die Fahne zum 400-jährigen Jubiläum des ältesten Passionsspielortes im deutschsprachigen Raum. Der Auftrag für die Herstellung des repräsentativen Kunstwerkes aus Stoff ging von Tirol über die Grenze nach Bayern: an die Stickerei Jaeschke & Zwislsperger mit Sitz in Engelsberg. Der Familienbetrieb fertigte eine Jubiläumsfahne, die auch das Plakatmotiv der Festspiele 2013 – den Jesus mit der Dornenkrone – zeigt.
Wenn die Fahne im Festgottesdienst vor der Uraufführung am 26. Mai 2013 feierlich geweiht wird, ist dies nicht nur für die 600 Laiendarsteller der Passionsspiele ein denkwürdiger Moment. Auch das Team der Kunststickerei Jaeschke & Zwislsperger wird die erste öffentliche Präsentation genießen. „Es stellt für uns eine große Ehre dar, mit unserem Handwerk einen Beitrag für dieses bedeutende Jubiläum der berühmten Erler Passionsspiele liefern zu dürfen“, betonen Firmengründerin Annemarie Jaeschke sowie ihre Tochter und Teilhaberin Carmen-Maria Zwislsperger.
Der Auftrag aus Erl hat ihren 1978 gegründeten Familienbetrieb vor eine besondere Herausforderung gestellt: Denn die Vorderseite der Fahne zeigt das Plakatmotiv der Passionsspiele 2013, entworfen vom Tiroler Maler und Künstler Anton Christian. Das Motiv wird bereits seit den Passionsspielen 1991 verwendet. Der Jesus mit der Dornenkrone wurde eins zu eins auf vorher eingefärbtem Hintergrund aufgestickt und detailgetreu aufgemalt, wobei die scharfen Zacken der Reliquie mit besonderer Hingabe herausgearbeitet wurden. Die Rückseite der Fahne ist mit Jesus am Kreuz und Schriftzügen der Passionsspiele Erl gestaltet worden – ebenfalls in handgeführter Stickerei in vielen Stunden aufgestickt.
Die Entscheidung für die Vergabe dieser herausragenden Arbeit an die Kunststickerei Jaeschke & Zwislsperger fiel auf Empfehlung der Feuerwehr Erl. Für sie hatte der oberbayerische Betrieb bereits erfolgreich eine Fahne hergestellt. Der gute Ruf des Engelsberger Betriebes ist außerdem bekannt: Die Firmengründerin Annemarie Jaeschke gehört als ehemalige Bundesinnungsmeisterin zu den führenden Repräsentantinnen des mehrere Jahrhunderte alten Handwerks der Kunststickerei. Viele Mitarbeiterinnen von Annemarie Jaeschke und Tochter Carmen-Maria Zwislsperger sind in den vergangenen Jahren mit Ausbildungspreisen – auch auf Bundesebene – ausgezeichnet worden. Zu den Kunden des Familienbetriebes gehören Feuerwehren, Trachten-, Musik-, Schützen- und Sportvereinen, Kameradschaften, Studentenverbindungen, Rotary Clubs und Kirchen in Deutschland, Österreich, Schweiz, Spanien sowie Südtirol und sogar in den USA. Für sie fertigt die Kunststickerei auch Fahnenbändern und Standarten, für private Kunden auch Familienwappen, Tischwäsche oder repräsentative Textilien aller Art an. Zum Repertoire gehört auch die Restaurierung und Konservierung historischer Stoffe und Stickereien.
In Erl wird die Fahne 2013 ein Passionsspiel symbolisieren, das auf eine 400-jährige Geschichte zurückblickt. 1613 begannen die Erler aufgrund eines Gelöbnisses aus der Pestzeit mit der Aufführung religiöser Spiele. 1959 errichtete die Gemeinde ein Passionsspielhaus mit einer einzigartigen Architektur und Akustik. Alle sechs Jahre beteiligen sich rund 600 der 1450 Einwohner aktiv am Erler Spiel, das sich durch eine ausgeprägte Szenengestaltung des Kreuzweges auszeichnet. Für die Jubiläumssaison hat Felix Mitterer einen neuen aktuellen Text verfasst. Dazu erklingt eine eigens komponierte Passionsmusik, live präsentiert von Chor und Orchester.
Die Uraufführung findet am 26. Mai um 13 Uhr im Passionsspielhaus statt. Die Fahne der Kunststickerei Jaeschke & Zwislsperger wird die Erler und ihre Gäste aus aller Welt durch die Jubiläumsspielzeit von Mai bis Oktober begleiten.












