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Vergleichsstudie: Kaum Unterstützung für innovative Testmethoden

01.11.201211:29 UhrVereine & Verbände
Bild: Vergleichsstudie: Kaum Unterstützung für innovative Testmethoden

(openPR) Jährlich sterben weltweit hochgerechnet über eine Million Menschen an Nebenwirkungen von Medikamenten. Um sichere und bessere Arzneimittel entwickeln zu können, fördern die Nationalen Gesundheitsinstitute in den USA (NIH) erneut mit umgerechnet rund 70 Millionen Franken die Entwicklung tierversuchsfreier Forschungsmodelle. Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner (AG STG) begrüsst diese Entwicklung sehr. Gleichzeitig kritisiert sie die Schweizer Behörden aufs schärfste, da sie innovative tierversuchsfreie Forschungsmodelle überhaupt nicht unterstützen.



In der Schweiz unterstützt der Bund diesbezüglich lediglich die «Stiftung Forschung 3R» mit öffentlichen Mitteln. Diese wiederum verteilt Gelder für Projekte zur Erforschung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zum Tierversuch. Bund und Interpharma teilen sich einen jährlichen Betrag von höchstens 800 000 Franken. Mit diesen Geldern kann die Stiftung jährlich lediglich durchschnittlich fünf Projekte teilweise unterstützen. Im Vergleich dazu werden in der Schweiz jährlich über 1000 neue Tierversuchsprojekte bewilligt und finanziert. Andreas Item, Geschäftsführer der AG STG, dazu: «Dass in der Schweiz nicht mehr an innovativen, tierversuchsfreien Testmethoden geforscht wird, liegt nicht an den Forschern. Projektanträge werden viele gestellt. Jedoch wer in der Schweiz forschen möchte, muss immer wieder feststellen, dass er wenig bis keine Chance auf öffentliche Gelder hat, wenn er in seinem Projekt keine Tierversuche vorsieht.»

In den USA hingegen wird das enorme Potential innovativer tierversuchsfreier Forschungsmethoden immer mehr erkannt. Schon vor Jahren hatten die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA und die NIH angekündigt, Chemikalien und andere Stoffe in Zukunft mit automatisierten Zellsystemen und Computermodellen zu testen. Als Grund nannten sie für diesen Schritt die schlechte Übertragbarkeit der Tierversuchsergebnisse sowie die sehr hohen Kosten und die lange Dauer von Tiertests.

Mit dem aktuellen Förderprogramm unterstützen die NIH in den nächsten fünf Jahren 17 Forschergruppen bei der Entwicklung verschiedener dreidimensionaler Biochips, auf denen sich mit Gewebekulturen Funktion, Struktur und das Zusammenwirken verschiedener menschlicher Organe lebensecht nachbilden lassen. Mit solchen Modellen können potentielle Arzneimittel schneller und zuverlässiger getestet werden.

Die Forschung der Zukunft
Mit einer umfassenden Vergleichsuntersuchung verschiedener medizinischer Forschungsbereiche zeigt die AG STG in einem Artikel die Risiken von Tierversuchen sowie von Ersatz- und sogenannten Alternativmethoden auf. Diesen Methoden stellt sie innovative tierversuchsfreie Forschungsmodelle gegenüber und zeigt dabei klar deren Vorteile auf. Im Artikel wird ausführlich belegt, dass es kaum medizinischen Fortschritt geben könnte ohne die immer öfter eingesetzten tierversuchsfreien Forschungsmodelle. Demgegenüber haben Tierversuche die Forschung oft in die Irre geführt und somit wesentliche Entwicklungen und Therapien jahrelang verhindert.

Dazu Marietta Haller, Biologiestudentin und Autorin des Artikels: «Es ist offensichtlich, dass Tierversuche und gleichwertige Ersatz- und Alternativmethoden in vielerlei Hinsicht gefährlich sind. Abgesehen davon, dass Tierversuche zu fehlerhaften Forschungsergebnissen führen, verhindern sie wissenschaftliche Fortschritte, indem sie den Einsatz erfolgversprechender tierversuchsfreier Forschungsmethoden behindern. Damit in der Medizin Fortschritte erzielt werden können, muss sich die Wissenschaft am Menschen orientieren und dabei die Ursachenforschung und die Vorbeugung gegen Krankheiten in den Vordergrund stellen.»

Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG, fordert seit Langem die konsequente Förderung und Anwendung von tierversuchsfreien Forschungsmethoden statt der Verschwendung öffentlicher Gelder für gefährliche, völlig veraltete Testmethoden. Innovative, tierversuchsfreie Forschungsmethoden sind ein klarer Fortschritt und nicht ein Ersatz für Tierversuche.

Will die Schweiz auch in Zukunft zu den führenden Forschungsnationen gehören, so ist ein Umdenken in Politik und Forschung unabdingbar. Wir müssen uns vom Tierversuch verabschieden und den Weg frei machen für schnellere, preiswertere und vor allem zuverlässigere Methoden.

Artikel «Die Medizin der Zukunft – Die Möglichkeiten der tierversuchsfreien Forschung»: http://www.agstg.ch/medizin-forschung-der-zukunft/die-medizin-der-zukunft.html

Medienmitteilung der NIH: http://www.nih.gov/news/health/jul2012/ncats-24.htm

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