(openPR) Verwaltungsfachleute diskutierten beim 1. Handwerkskammer-Expertenforum in Königslutter über Standortsicherung im Handwerk
Zu den wichtigen Standortfaktoren des Handwerks vor Ort gehört eine vorausschauende Bauleitplanung, die den Betrieben eine langfristige Sicherung ihres Betriebsstandortes ermöglicht. Beim 1. Handwerkskammer-Expertenforum Standortsicherung für die Region Braunschweig kamen Vertreter der Baubehörden von Landkreisen und Städten, des Gewerbeaufsichtsamtes Braunschweig und der Kreishandwerkerschaften im Steinmetzzentrum der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade in Königslutter zusammen, um sich über die Standortbedingungen des Handwerks auszutauschen. „Wir wollen mit dem Expertenforum den fachlichen Dialog stärken und die Zusammenarbeit mit den Behörden intensiveren“, erläuterte Frank Ahlborn, Leiter für Wirtschaftspolitik und Regionalmanagement bei der Handwerkskammer, die Zielsetzung der erstmaligen Veranstaltung. Als Träger öffentlicher Belange sei die Handwerkskammer pro Jahr an mehr als 700 Planverfahren im Kammerbezirk beteiligt, die sie auf handwerkliche Belange prüft und entsprechende Hinweise gibt.
Jörg Steinborn, der bei der Handwerkskammer die Betriebe zur Standortsicherung berät, ging in seinem Vortrag auf die spezifischen städtebaulichen Anforderungen aus Sicht des Handwerks ein: „Anders als für landwirtschaftliche Betriebe oder für Unternehmen aus Industrie und Handel gibt es für das Handwerk keine speziellen Baugebietstypen.“ Daher müssten vorbeugende Maßnahmen zur Standortsicherung ergriffen werden, wie zum Beispiel die Fremdkörperfestsetzung oder die Gliederung von Mischgebieten. Beim Erfahrungsaustausch diskutierten die Fachexperten Probleme von Existenzgründern ebenso wie Fragen des Immissionsschutzes und des Bestandschutzes. Aktuelle Entwicklungen aus dem Baurecht gehörten ebenfalls zum Programm. Insbesondere an konkreten Praxisbeispielen und Erfahrungsberichten waren die Teilnehmer interessiert und am Schluss war man sich einig: Der fachliche Austausch zu speziellen Standortfragen des Handwerks sollte auf jeden Fall fortgesetzt werden.










