(openPR) Die Huren, das Heilige und die Nacht bilden das Spannungsfeld, in dem sich die Fotografien der Ausstellung „Jerry Berndt – Sacred/Profane“ im HAUS am KLEISTPARK bewegen.
Dem amerikanischen Künstler Jerry Berndt (*1943) kommt sein in der Bar des Vaters früh erworbenes Gespür für die einsamen und verzweifelten Dimensionen der Halbwelt zugute, als er 1967 einen Auftrag der Harvard Medical School bekommt: Unter dem Titel Combat Zone fotografiert er schwarze Zuhälter, Prostituierte und Transvestiten im Rotlichtdistrikt von Boston. Berndt zeigt diese triste Sehnsuchtswelt mit einer unspektakulären Normalität, die in den ebenfalls ausgestellten Fotografien von Menschen in ihrem spirituellen Habitus, in Ekstase, Hingabe und Einkehr ihr Gegenstück findet.
Mit der Serie „Nite Works“, an der Jerry Berndt seit 40 Jahren weltweit arbeitet, stellt der Künstler sein surreal anmutendes Abstraktionsvermögen unter Beweis.
Jerry Berndt ist in den USA als renommierter Reportagefotograf bekannt, seine Fotografien von Obdachlosen in den USA, von Krisenherden in Polen, Portugal, El Salvador, Guatemala, Armenien, Ruanda und Haiti erschienen in führenden Publikationen wie Paris Match, Newsweek und der New York Times. Seine Arbeiten befinden sich in zahlreichen Sammlungen, darunter die des Museum of Modern Art
und des ICP in N. Y., des Museum of Fine Arts/Boston und der Bibliothèque Nationale/Paris. Jerry Berndt lebt heute in Paris.













