(openPR) Patienten und Ärzte der MEDIAN Rheingau-Taunus Klinik Bad Schwalbach treffen zurzeit auf einen besonderen Gast: Blindenhund Inok führt sein Herrchen Wolfgang Müller zielsicher durch die Gänge. Der vierjährige Labrador-Retriever ist mit Spaß bei der „Arbeit“ und sorgt für einiges Aufsehen. „Wir hatten anfangs kurze Bedenken, ob sich die anderen Patienten nicht gestört fühlen könnten“, erklärt Chefarzt Dr. Gerhard Müller. „Das hat sich aber ganz schnell erledigt. Patienten und Mitarbeiter reagieren überaus positiv und interessieren sich für das Paar. Inok wurde so schnell der Star auf der Station.“
Wolfgang Müller, der sich wegen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung in der MEDIAN Rheingau-Taunus Klinik behandeln lässt, konnte als Kind sehen und verlor erst als Jugendlicher durch eine Netzhaut-Erkrankung sein Augenlicht. Lebensfreude und Aktivität konnte dies jedoch nicht bremsen. Der heute 56-Jährige arbeitet als Physiotherapeut in Wiesbaden und fährt jeden Morgen von Groß-Gerau mit der Bahn zur Arbeit. „Gerade morgens habe ich oft den Eindruck, dass die Leute blinder sind als ich“, meint Wolfgang Müller schmunzelnd. Inok kennt rund 40 Befehle, die ihm sein Herrchen zurufen kann, zum Beispiel „Such Ausgang“ oder „Such Lift“. Aber auch das Treppensteigen ist kein Problem: An jedem Treppenabsatz stellt sich Inok vor sein Herrchen und dreht den Kopf Richtung Geländer. So geführt, kann Müller sämtliche Behandlungsorte der Klinik ansteuern. „Nach zwei Tagen kannte Inok meinen Platz im Speisesaal auswendig“, erzählt Wolfgang Müller lachend.
Der Groß-Gerauer ist Mitglied im Verein „Lichtblicke e.V.“, der sich für die Förderung des Blindenführhundwesens einsetzt. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.verein-lichtblicke.de. Chefarzt Dr. Gerhard Müller freut sich, das Experiment eingegangen zu sein: „Seit ich die beiden einmal beim Abendspaziergang im Park erlebt habe, ist mir klar, dass Mensch und Hund ein untrennbares Team sind.“









