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Strompreise: Verbraucher zahlen drauf und die Politik sieht zu

19.10.201217:34 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) Köln, 19.10.2012 - Strom wird aus vielfältigen Gründen immer teurer. almado-ENERGY Vorstand Antoine Beinhoff weist darauf hin, dass ein Großteil der Gründe dafür direkt bei der Politik liegt.

Schaut man näher hin, woraus sich der Strompreis genau zusammensetzt, ist man überrascht, da Erzeugung, Transport und Vertrieb nur gut die Hälfte der monatlichen Stromrechnung ausmacht. Der Rest setzt sich aus Steuern und Abgaben zusammen, die der Staat direkt beeinflusst.


Aber auch auf die Produktionskosten sind mittelbar

der Kontrolle des Gesetzgebers unterworfen, da dieser den Netzbetreibern auf Neuanlagen eine Mindestrendite von rund 9% zusichert. almado-ENERGY Vorstand Antoine Beinhoff erklärt: "Würde diese Garantie wegfallen oder zumindest gesenkt, könnten die Stromkosten schon niedriger sein."
Bei den Abgaben ist die EEG Umlage (Erneuerbare

Energien Gesetz) ganz aktuell in der Diskussion. Mit dieser Umlage wird die Erzeugung von Ökostrom subventioniert. Die Höhe dieses „Zuschusses“ wird nach den tatsächlichen Kosten und der erzeugten Strommenge ermittelt. Da in Deutschland mehr und mehr Ökostrom produziert wird, steigt die EEG Umlage dementsprechend im Jahr 2013 auf 5,277 Cent pro kWh. Aktuell sind es lediglich 3,592 Cent. "Allerdings ist die Art und Weise der Berechnung der Umlage fragwürdig. Und es wäre ja ein leichtes für den Gesetzgeber, diese zu deckeln. Zudem ja noch die Stromsteuer (Ökosteuer) erhoben wird." argumentiert Beinhoff.

Was in diesem Zusammenhang den meisten Verbrauchern gar nicht klar sein dürfte: "Auch auf die EEG Umlage wird die Mehrwertsteuer berechnet. Berücksichtigt man das, steigt die Umlage im Endeffekt nicht auf 5,277 Cent, sondern sogar auf 6,3 Cent je kWh", so Beinhoff. Ohnehin macht die 19%-Mehrwertsteuer einen nicht unerheblichen Teil an den monatlichen Stromkosten aus. Beinhoff schlägt daher vor, dass es sachgerecht wäre, auf Strom nur den ermäßigten Steuersatz anzusetzen: „Das würde gerade private Verbraucher entlasten“. Gewerbekunden würden ohnehin den Vorsteuerabzug nutzen, so dass sich der Mindereinnahmen für den Staat hier in Grenzen hielten.

Eine weitere Abgabe, die die Stromverbraucher bezahlen, ist die KWK-Umlage, die mit dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) eingeführt wurde und mit der entsprechende Anlagen gefördert werden sollen; deren Anteil ist jedoch nur marginal. Aus diesem Grunde meint Beinhoff, dass es hier ebenso wie bei der Konzessionsabgabe, von der die Gemeinden profitieren, derzeit nur wenig Anpassungsbedarf gebe.

Für besonders unfair für die Verbraucher hält Beinhoff aber die Umlage nach §19 Abs. 2 StromNEV, mit der die Netzentgeltbefreiung der stromintensiven Betriebe gegenfinanziert wird. "Hiermit wird durch Familien die Industrie subventioniert", schränkt aber auch gleich ein, dass diese Umlage nur rund 0,6% der Stromrechnung ausmache. "Verfehlt ist der Ansatz gleichwohl."

"Würde die Politik die Stromnetze weiter liberalisieren, auf den hohen Mehrwertsteuersatz verzichten und die EEG-Umlage reformieren, könnte der Strompreis für Familien viel niedriger sein" fasst Antoine Beinhoff zusammen.

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