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Krankenkassen-Apps im Test

19.10.201217:27 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Krankenkassen-Apps im Test
HealthonApp Ehrenkodex
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(openPR) Etablierte Online-Standards noch nicht integriert.

„Die gesetzlichen Krankenkassen (GKVn), als bedeutende Player des Gesundheitswesens sollten als Anbieter von Gesundheitsapps eine stärkere Vorbildrolle übernehmen“, so Frau Dr. Kramer von der Initiative Präventionspartner. Denn eine Untersuchung bestehender GKV-Gesundheitsapps im September 2012 offenbarte eindeutige Defizite im Bereich Transparenz und Qualität der gesundheitsbezogenen Informationen. Genauer analysiert wurden 19 Apps, die kostenlos in App-Stores in den Kategorien „Gesundheit und Fitness“ bzw. „Medizin“ angeboten wurden. Hierbei konnten vier konkrete Handlungsfelder zur Optimierung identifiziert werden auf Basis eines von der Initiative Präventionspartner in Zusammenarbeit mit der APOLLON Hochschule (Frau Prof. Dr. Viviane Scherenberg, Fachbereich Prävention) erstellten Kriterienkatalogs. Die Kriterien wurden im öffentlichen Diskurs (auf www.healthon.de) überprüft und präzisiert. Die Tests der GKV-Gesundheitsapps ergaben auch für die Initiatoren erstaunliche Ergebnisse. Sie weisen deutlich auf einen Handlungsbedarf mit Profilierungschance für die Kassen hin:


1. Alle getesteten Apps sind werbefrei. Ein Hinweis auf die Werbefreiheit ist in keiner der untersuchten Apps explizit, z. B. im Impressum, zu finden. Für Nutzer ist das erkennbare Fehlen von Werbebannern kein Garant dafür, dass die gesundheitsbezogenen Aussagen werbefrei sind. Ein entsprechender Hinweis schafft Klarheit und erhöht das Vertrauen.
2. Um eine potentielle Einflussnahme Dritter und deren Handlungsmotive zu erkennen, braucht der Nutzer eine Information, wer sich an der Finanzierung der App beteiligt hat. Dies gilt insbesondere dann, wenn Kassen mit Kooperationspartner zusammenarbeiten. Bisher finden sich in keiner der getesteten Apps Aussagen dazu.
3. Ein Impressum oder eine „Über die App“ Rubrik weisen 79 % der getesteten Apps auf. Ein guter Ort, um auch über Datenschutzbestimmungen zu informieren. Lediglich 26 % der Kassen tun das bereits.
4. Gesundheitsbezogene Empfehlungen oder Aussagen sollten grundsätzlich von Autoren verfasst worden sein, die über eine entsprechende fachliche Expertise verfügen. Alternativ beruhen sie auf akzeptierten Quellen, deren Aktualität anhand eines Erscheinungsdatums vom Nutzer leicht überprüfbar ist. Das ist für Kassen selbstverständlich, wird aber bisher nur mit wenigen Ausnahmen durch einen expliziten Hinweis für den Nutzer erkennbar.
Wie die Ergebnisse zeigen, nutzen die Kassen die neuen Möglichkeiten der Gesundheitsaufklärung über App-Stores. Umso wichtiger ist es, die Grundregeln vertrauensvoller Gesundheits-kommunikation auch bei App-Angeboten einzuhalten. Für Versicherte wird es damit leichter, unter den vielen Angeboten die nützlichen, fundierten und vertrauensvollen Gesundheits-Apps zu entdecken. Darin besteht für die Kassen eine wichtige Positionierungschance und für die Versicherten stellt dies einen bedeutenden Vertrauensbaustein dar. Dies ist umso wichtiger, da mittlerweile jeder dritte Deutsche – und auch jeder dritte Versicherte – Besitzer eines Smartphones (1) ist. Diese attraktive Zielgruppe wird hinsichtlich der Beurteilung von Inhalten in App-Stores zunehmend kompetenter und damit automatisch kritischer. Kassen sollten daher sorgsam umgehen mit ihrem Vertrauensvorschuss. Weitere Informationen zum Screening der getesteten Gesundheits-Apps deutscher Krankenkassen sowie zum Kriterienkatalog für Gesundheits-Apps unter www.healthon.de.

Getestete Gesundheits-Apps von Krankenkassen: AOK Baby, AOK BW fit & relax, AOK genießen, AOK glutenfreie Rezepte, AXA Gesundheit & Reisen, BIG direkt, Audi BKK Notfallhilfe, Daimler BKK, BKK VBU Hausmittel, DAK Diagnosesuche, DAK MedMerker, IKK Muntermacher, Meine IKK, KKH Vorsorgemanager, mhplus Krankenkasse, TK ICD-10 Diagnoseauskunft, TK Fit-Check, TK Klinikführer, TK vor Ort.

(1) Umfrage des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (BITKOM), April 2012.

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