(openPR) Die Deutsche Börse schliesst zum 15. Dezember 2012 den erst 2008 eingeführten Teilbereich "First Quotation Board" der Frankfurter Wertpapierbörse. Somit ist Freitag, der 14. Dezember 2012, der vermeintlich letzte Handelstag für 979 Aktien unterschiedlichster Unternehmen.
Der Grund für diese historische Massnahme ist die präventive Bekämpfung von Insiderhandel, Front Running, Scalping und Marktmanipulation. Das First Quotation Board gab nicht nur einmal Anlass zu derartigen Verdachtsfällen.
So wundert es wenig, das 318 der 979 Firmen in den Vereinigten Staaten von Amerika beheimatet sind und grössenteils nur einen Nennwert von weniger als einem Cent pro Aktie ausweisen. An zweiter Stelle sind 203 einheimische Firmen gefolgt von 127 kanadischen, 76 britischen und 53 spanischen Unternehmen. Erstaunlicher Weise landen die 26 Firmen aus der benachbarten Schweiz, die vielmals im Verdacht standen durch kriminelle Hintermänner initiiert worden zu sein, nur
auf Rang 7.
Was die Deutsche Börse in der von ihr veröffentlichten Todesliste nicht zeigt, ist das sage und schreibe 43 der 979 Unternehmen, also 4,4%, nichteinmal ihre Adresse bekanntgeben. Die Mitarbeiter unserer Redaktion haben Stunden damit verbracht den Firmensitz über das Internet (die Firmenwebsites - soweit vorhanden - mit eingeschlossen) herauszubekommen, doch Fehlanzeige.
Ebenso auffällig sind Adressen, die gleich von mehreren Firmen gleichzeitig genutzt werden, wie das Thames House in der Portsmouth Road in Esher, Grossbritannien, die Langenstr. 52-52 in Bremen oder die Main Street, Suite 101 in Shediac Kanada.
Unserer Meinung nach sollte eine börsennotierte Gesellschaft über mehr als nur einen Briefkasten verfügen.
Ein weiterer interessanter Punkt lässt das Ausmass der Aktivitäten in einem schwächeren Licht erscheinen und unterstreicht unsere Meinung, dass die Schliessung dieses mitunter doch auch wertvollen Segments vor allem für den Mittelstand hätte vermieden werden können:
Bei 389 oder knapp 40 Prozent der betroffenen Unternehmen wurde in den vergangenen vier Wochen auf dem Frankfurter Parkett nicht eine
Aktie umgesetzt. Somit war der Aufwand, das insgesamt muntere Treiben dieses Segments zu überwachen mit Sicherheit keine Sache der Unmöglichkeit.
Hätte die Deutsche Börse einfach schon früher mehr Wert auf die Transparenz der gehandelten Werte gelegt, so wären weder die abgrundtiefen Skandale noch die baldige Schliessung des Segments
notwendig gewesen.
Wären die Marktteilnehmer wie Antragsteller oder Market Maker wie beispielsweise an der Londoner AIM stärker in die Verantwortung gezogen worden, hätte man diese Niederlage vermeiden können.
"Schade" sagen die Mitarbeiter unserer Redaktion, denn die einzige Folge wird eine Schwächung des Frankfurter Finanzplatzes sein. Zum Nutzen der Regionalbörsen, zum Nutzen der Konkurrenz wie AIM oder NYSE Alternext und letzten Endes zum Leidtragen des Deutschen Mittelstandes.
Schliesslich öffnet dieser historische Moment aber auch Chancen für den aufmerksamen Anleger. Wir vom Portal Privat-Anleger.info stellen unseren Gästen eine exklusive Liste mit all den Firmen und jeder Menge zusätzlicher Informationen zur Verfügung. Die Liste wird wöchentlich nicht nur aktualisiert, sondern auch erweitert. Denn zahlreiche der bedrohten Firmen werden weiterhin notiert bleiben. Im Entry Standard mit mehr Aufmerksamkeit und in manchen Fällen mit Sicherheit ebenso steigenden Kursen. Mit einigen dieser Firmen stehen wir sogar persönlich in Kontakt um Sie auf dem Laufenden zu halten.
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