(openPR) Die Zahl der Flüchtlinge nimmt derzeit sprunghaft zu. Viele NRW-Städte haben bereits erhebliche Probleme, die Menschen unterzubringen, da die Übergangsheime zum Teil ihre Aufnahmekapazitäten erreicht haben. Auch für Bochum wachse die Herausforderung und die Stadt müsse jetzt zügig und mit Augenmaß nach sinnvollen Lösungen suchen.
"Wir haben Sorge, ob es in der jetzigen Situation eine durchdachte Strategie ist, die Übergangsheime zu schließen", sagt Jens Lücking, Fraktionsvorsitzender der Freien Bürger. Bochum unterhält Häuser in der Krachtstraße, Emilstraße, Harpener Straße, Alte Wittener Straße und Wohlfartstraße. Die Planungen der Sozialbehörde sehen unter anderem vor, die Häuser in der Krachtstraße komplett zu schließen.
"Für uns Freie Bürger kann das nicht der richtige Schritt sein", stellt Lücking fest und schlägt eine mögliche Alternative vor: "Vielleicht sollte man zusätzlich auch die Schulen, die zur Schließung anstehen, zukünftig als Übergangsheime nutzen." Das wäre dann ein kostengünstigere Variante, bevor man vielleicht damit beginne, Turnhallen umzubauen oder Hotels anzumieten, wie es in einigen Nachbarstädten schon der Fall sei.
"Wir müssen in der Tat möglichst schnell neue Kapazitäten erschließen", sagt Dr. Heide Ott, Leiterin des Amtes für Soziales und Wohnen. Von Januar bis September habe Bochum bereits 269 Menschen aufgenommen, bis Jahresende kämen nochmals 150-200 Personen hinzu. "In unseren jetzigen Bestand bekommen wir sie nicht mehr hinein."
Unter den Asylbewerber-Antragstellern finden sich Kriegsflüchtlinge aus Syrien und - begründet durch die Aufhebung der Visapflicht - verstärkt Menschen aus Mazedonien und Serbien, sagt die Verwaltungschefin und auch, dass die Städte keinen Einfluss auf Zuweisungen, die sich an den Einwohnerzahlen orientieren, und Quoten haben. Verantwortlich dafür sei die Bezirksregierung in Arnsberg.




