(openPR) Auch für Kinder werden vermehrt Inhalte für Tablet-PC und Smartphones angeboten. Doch ist der Nachwuchs überhaupt schon reif dafür? Und wie erkennt man kindgerechte Inhalte? Die Initiative „SCHAU HIN! Was Deine Kinder machen.“ erläutert, was Eltern über mobile Medien wissen sollten.
Auf der Frankfurter Buchmesse vom 10. bis 14. Oktober 2012 wird deutlich: Digitale Angebote für Kinder liegen im Trend. Gerade Schulbuchverlage bieten verstärkt entsprechende Lernprogramme an. Denn Tablet-PC und Smartphone üben eine große Faszination schon auf die Kleinsten aus. Daher empfiehlt die Initiative, dass Kinder nicht zu früh mobile Medien nutzen. „Unter-Dreijährige sollten noch kein mobiles Gerät in die Hand bekommen, da die schnellen und oft lauten Anwendungen sie überfordern können. In diesem Alter ist es wichtiger, erst einmal die reale Welt zu erkunden“, betont Susanne Rieschel, Sprecherin von SCHAU HIN!
Welche Apps sind kindgerecht?
Für Kindergarten- und Schulkinder gibt es eine große Auswahl an Lern- und Spiele-Apps, die altersgerecht aufbereitet sind und spielerisch beim Lesen, Schreiben oder Rechnen unterstützen. “Gute Apps für Kinder sind einfach aufgebaut, wirken nicht überladen, sind werbefrei und haben einen Lerneffekt. Eltern sollten sich Zeit nehmen, um gemeinsam mit ihren Kindern zu spielen und sich ein eigenes Bild von den Programmen zu machen“, empfiehlt SCHAU HIN-Mediencoach Kristin Langer. Um die Geräte kindersicher zu machen, sollten Eltern auf die Sicherheitseinstellungen achten – insbesondere, wenn Erwachsene und Kinder das Tablet gemeinsam nutzen. So wird vermieden, dass Kinder Apps und Internetseiten öffnen, die nicht für sie geeignet sind.
Einen verlässlichen Überblick im medialen Angebot für Kinder vermitteln auch Preise, die von Pädagogen vergeben werden. So wird am 10. Oktober 2012 im Rahmen der Frankfurter Buchmesse die GIGA-Maus für aktuelle und empfehlenswerte Apps, Lernprogramme und Spiele verliehen. „In diesem Jahr werden zahlreiche Apps mit der GIGA-Maus ausgezeichnet, oft solche, die auf Buch- oder Bilderbuchstoffen basieren, und die sich sehr gut dafür eignen, dass Eltern und Kinder gemeinsam Spaß haben“, sagt Marie-Luise Lewicki, Chefredakteurin des Magazins ELTERN family, das den Wettbewerb bereits zum 15. Mal ausrichtet.
Vorsicht vor Kostenfallen
Kinder denken im Umgang mit Apps oft nicht an mögliche Kosten oder geben bereitwillig sensible Daten weiter. Die Leiterin des Referats „Internet für Kinder“ bei jugendschutz.net, Lena Hilles, rät: „Eltern sollten Kinder darauf aufmerksam machen, dass Abos laufende Kosten verursachen und vor allem sogenannte ‚In-Apps’ schnell teuer werden können. Das sind kostenpflichtige Extras, beispielsweise Bonuslevel für Spiele.“ Sinnvoll ist es daher, dass Kinder erst gar keinen Zugang zum App-Store haben – auch dabei helfen die entsprechenden Einstellungen am Tablet-PC. Dies gilt im besonderen Maße, wenn Erwachsene im App-Store die Daten ihrer Kreditkarte hinterlegt haben.
Von großer Bedeutung ist es, dass auch andere Aktivitäten ihren festen Platz im Familienalltag finden. Denn die digitale Welt kann das Spielen im Garten und auf dem Spielplatz, Treffen mit Freunden oder das gemeinsame (Vor-)Lesen nicht ersetzen.
Auf der Website der Initiative „SCHAU HIN!“ (www.schau-hin.info) finden sich Tipps auch zu Sicherheitseinstellungen für portable Geräte und eine spezielle App mit vielen Anregungen für Spiele sowie einem Kinderplatzradar, der zeigt, welche Kinderspielplätze in der Nähe liegen.

















