(openPR) Die Studenten werden nicht optimal auf die Arbeitswelt vorbereitet, weil ihnen der Praxisbezug fehlt? Es geht auch anders: Die Studenten des Berliner Instituts für Marketing und Kommunikation (imk) präsentieren ihre Kampagnenkonzepte vor echten Kunden
Echte Kunden, echte Studenten. Echte Präsentationen. Hier, auf einem Schiff der Reederei Riedel ist heute Abend alles echt. Darauf wird auch großen Wert gelegt. Zwei Teams, bestehend aus sieben Tagesstudenten des IMK Berlins, treten in einer Art Pitch gegenein-ander an. Es gilt dem echten Kunden „Citystiftung Berlin“ das bessere Marketingkonzept für sein geplantes Picknick-Event der Nationen „DELICANTO“ zu präsentieren und so die begehrte goldene Krone zu gewinnen.
Was wie ein harter Schlagabtausch klingt, entpuppt sich allerdings als langwierige Präsenta-tion von sagen wir mal „kreativ“ designten Powerpoints. Aber von vorn. Um 18:00 Uhr beginnt das Boarding – warum die Präsentation der Marketingkonzepte für ein Picknick auf einem Schiff stattfindet, wird mir bis zum Schluss nicht klar. Die Studenten stellten sich mit dieser Location selbst ein Bein: herrschte oben an Deck bei Sekt und einem netten Small Talk mit anderen Gästen noch eine angenehm lockere Stimmung, verpuffte diese beim Betreten des Unterdecks: Stuhlreihen, die so eng beieinander standen, dass man mit den Knien die Stuhllehne des Vornachbarn berührt, sind eindeutig zu eng gestellt. Die Luft ist zwei Minuten komplett raus. Das wäre alles halb so schlimm, wenn die Studenten sich nicht so steif auf ihre Powerpoints stützen würden. Von einer kreativen Vorstellung der Idee sieht man hier nicht viel. Generell sieht man ab der dritten Reihe nicht mehr viel – auf jeden Fall die ach-so-wichtige Präsentation nicht. Gott sei Dank sind zittrige Stimmen der aufgeregten Studenten über Mikrofon zu hören. Die Ideen der Studenten sind gut – manchmal sogar ziemlich intelligent und gewitzt. Auch bei der Wahl der Slogans und Claims beweisen sie Geschick. Das Siegerteam um Student Philipp K. kreiert den Claim „Überall isst hier“ und gewinnt mit einem sehr gut gemachten Radiospot und vielen anderen Ideen die bergehrte Krone. Der Kunde ist zufrieden. Seine Erwartungen wurden sogar „bei Weitem übertroffen“, sagt er. Die Zuschauer sind nach zwei Stunden Powerpoint-Beschallung müde. Von einem Picknick der Nationen ist beim anschließenden Catering leider nichts zu sehen. Es werden Hering und ein Berg Mett serviert.
Alles in allem zeigt diese Veranstaltung im Herzen Berlins, dass die Studenten am imk ihr Handwerkszeug gelernt haben – die eigene Bezeichnung „Talentschmiede“ durch den Leiter, Herrn Eckes, kann mit Stolz getragen werden. Nur mehr Mut zur Inszenierung der eigenen Idee und eine bessere Beratung bei der Gestaltung von Events (und einer Powerpoint-Präsentation) könnten und sollten bei der nächsten echten Kunden-Präsentation umgesetzt werden. Die imk-Studenten haben die Schiffstaufe mit Bravur bestanden. In den Genuss einer solchen Generalprobe kommen nicht viele Studenten. (Verfasser: Antje Lagies, imk Student)
Das imk hat noch frei Plätze für den Kursstart Mitte Oktober 2012. Interessenten melden sich bitte per Mail (






