(openPR) Am Freitag war in den USA der Verkaufsstart für die nächste Evolutionsstufe des iPhones, am gleichen Abend lief im amerikanischen Fernsehen die Einführungskampagne an. Nach einem Bericht des Branchendienstes adnews-online präsentierte uns der kalifornische Konzern dabei auch gleich eine neue Spokesperson. Nach Samuel L. Jackson, Zooey Deschanel, John Malkovich und Martin Scorsese fiel die Wahl diesmal auf den Schauspieler Jeff Daniels. Den amerikanischen Zuschauern ist er durch seine Rolle als Anchorman in der HBO-Serie "Newsroom" bekannt, in Deutschland wird man sich eher an seinen Auftritt in der albernen Komödie "Dumm und Dümmer" erinnern. Im Unterschied zu seinen Vorgängern leiht Daniels der neuen Kampagne nur seine Stimme, dabei sind seine Betrachtungen zum neuen iPhone 5 alles andere als dumm.
Im ersten Motiv macht er sich Gedanken über die optimale Display-Größe, was man als kleinen Seitenhieb auf Samsung und andere Android-Smartphones verstehen könnte. Dabei muss größer nicht zwangsläufig besser sein, wie Daniels sehr anschaulich belegt. Zunächst zeigt er uns den Aktionsradius unseres Daumens, der ziemlich genau den 4 inch des Retina-Displays im iPhone 5 entspricht. Nur so wird eine echte Einhandbedienung möglich, denn bei größeren Displays kann der Daumen nicht jeden Bereich des Touch-Screens erreichen. Nun, so philosophiert Daniels weiter, gibt es zwei Möglichkeiten. Es kann (A) ein erstaunlicher Zufall sein. Oder (B) ein Ergebnis des gesunden Menschenverstands. Nach kurzem Nachdenken ist er sich ziemlich sicher, dass es die Vernunft ist.
Im zweiten Spot wird eine Funktion demonstriert, die man im Alltag vielleicht nicht allzu oft nutzt und die bei der Entscheidung für das nächste Smartphone sicherlich nicht ausschlaggebend ist. Schön vorzuführen ist das Panoramabild allemal. Und damit die Präsentation auch schön bunt ist, fotografiert Daniels eine Gruppe lustig verkleideter Kinder. Dabei läuft die Aufnahme länger, als er Cheese sagen kann, ohne dass ihm der Atem schwindet. Am Ende hängt ein hübsches Panoramafoto an der Wand. Wobei offen bleibt, wie man ein solches Foto ausdruckt. Auf den gängigen Druckern für den Hausgebrauch ist ein solches Format kaum möglich. Man kann das Bild natürlich in mehreren Teilen drucken, aber dann könnte man diese Teile auch einzeln aufnehmen. Außerdem ist rätselhaft, wie man ein Smartphone bei einem so langen Schwenk ruhig halten kann.
Die dritte Episode beginnt mit der Erkenntnis, dass es feste physikalische Gesetze gibt. Aber wie kommt es dann, dass etwas größer und zugleich kleiner wird? Damit spielt Daniels auf die veränderten Abmessungen des neuen iPhones an, dessen Display größer, dessen Gehäuse aber schlanker geworden ist. Betrachtet man die Relation der Funktionen zur Dicke des Gerätes, dann bietet das neue iPhone gleichzeitig mehr und weniger. Als Erklärung vermutet Daniels, dass physikalische Gesetze eher als allgemeine Richtlinie gedacht sind.
Der letzte Spot der ersten Staffel wendet sich unseren Ohren zu. Daniels kann ihre Konturen nicht genau beschreiben, aber rund sind sie jedenfalls nicht. Warum sind dann Ohrhörer rund? Sie sollten nach unseren Ohren geformt sein, um sich perfekt anzupassen. So wie die neuen EarPods, die jedem iPhone 5 kostenlos beiliegen. Der Start der Kampagne am gestrigen Freitag war auf den Verkaufsbeginn abgestimmt, dabei hatten die Spots ihre Premiere allerdings erst am späten Abend. Nach den amüsanten Erfahrungen berühmter Apple-Nutzer mit Siri ist der neue Auftritt wieder sachlicher und konzentriert sich stärker auf das Produkt und seine Eigenschaften. Im Gegensatz zu Samsung verzichtet Apple auch weiterhin auf plakative Vergleiche oder herablassende Anspielungen. Stattdessen zeigt sich das Unternehmen selbstbewusst als Vorreiter, der die technologischen Maßstäbe setzt. Hinter der Kampagne steht die Apple-Agentur TBWA/Media Arts Lab.












