(openPR) Nach einem Bericht von adnews-online hat Dish Network, der nach Comcast und DirecTV drittgrößte amerikanische Anbieter für Satellitenfernsehen, einen neuen Service gestartet, der weder den großen TV-Networks noch den werbetreibenden Unternehmen gefallen dürfte. Wenn man sich eine aufgezeichnete Sendung anschaut und dabei die Funktion "Auto Hop" aktiviert, werden automatisch alle Werbespots übersprungen. Man sieht für den Bruchteil einer Sekunde schwarz oder das erste Bild des ersten Spots eines Werbeblocks, dann geht das eigentliche Programm weiter. Allerdings benötigen die Abonnenten dafür einen speziellen Digital-Rekorder, der passend zur neuen Funktion den Namen "Hopper" trägt.
Dish hat gezeigt, dass man nicht nur über eine innovative Technologie, sondern auch über erfrischende Ironie verfügt. Der neue Service soll nämlich ausgerechnet mit einem Fernsehspot beworben werden. Sofern sich Networks finden, die diese Werbung ausstrahlen, denn FOX und NBC haben bereits abgewunken.
Obwohl die automatische Werbeausblendung nur von Dish-Abonnenten genutzt werden kann, zeigen sich die großen TV-Networks beunruhigt und denken über juristische Schritte nach. Auch für Dish ist eine eventuelle Konfrontation nicht ohne Risiken, denn der Pay-TV Anbieter ist auf die Programminhalte der Networks angewiesen. Hinzu kommt, dass sich vergleichbare Konzepte bisher nie durchsetzen liessen. Bereits vor 10 Jahren hat TiVo mit ähnlichen DVRs experimentiert und auch ReplayTV hat Rekorder angeboten, bei denen Werbespots automatisch übersprungen werden. Nach etlichen Klagen hat ReplayTV diese Funktion wieder fallen gelassen. TiVo hat sich von der Werbeausblendung verabschiedet, nachdem sich NBC an dem Unternehmen beteiligt hat.










