(openPR) Die quietschbunten Bilder regen zum Nachdenken und Verweilen an. Was auf den ersten Blick wie ein witziges Porträt anmutet, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als kritischer Wink. Diese skurrile Grauzellen-Frisch-Kur der Karlsruher Fotografin Sabrina Turner, trägt den süßen Titel SweetCANDYstruggles. Das Projekt ist am Montag angelaufen und erfreut sich schon jetzt reger Aufmerksamkeit.
Karlsruhe. Wer kennt sie nicht, die nervigen Dinge des Alltags. Sockenfressende Waschmaschinen, Straßenbahnen, die die Angewohnheit haben einem vor der Nase wegzufahren oder die Freundin, die einmal mehr Vertraulichkeiten weitergetratscht hat. Sie wiegen schwer, belasten, und wenn sie sich an einem Tag ein wenig akkumulieren, kommt es einem vor als hätte man die ganze Welt gegen sich. „Ich habe das an mir selbst bemerkt, bin häufig wie der lebendige Groll im Stechschritt durch die Stadt gelaufen und habe auf diese Weise meinen Frust auch oft genug an meine Umwelt abgesondert“, erzählt Turner in einem Gespräch. Dabei könnten wir so zufrieden sein. Wir haben ein Dach über dem Kopf, die gröbsten existenziellen Nöte sind uns genommen. Wir brauchen in der Regel keine Angst um Leib und Leben zu haben. SweetCANDYstruggles möchte durch die Gegenüberstellung der Wohlstandsprobleme mit globalen Verhältnissen einen Eindruck davon vermitteln, wie groß und teilweise unüberwindbar uns die individuellen Probleme vorkommen. Das Projekt will sensibilisieren und dazu anregen einmal innezuhalten, in sich zugehen, zu reflektieren und vielleicht dadurch ein Gespür für die Nöte anderer zu wecken – eventuell ein Weg zu mehr Solidarität. Darum ist SweetCANDYstruggles auch keine One-(Wo)Man-Show, das Projekt ist vielmehr so konzipiert, dass immer mehr Menschen daran teilnehmen können und sollen.
Welche Aktionen SweetCANDYstruggles noch hervorbringen wird – man darf gespannt sein. „SweetCANDYsruggles ist maximal dynamisch angelegt; sprich es beruht auf dem Prinzip Aktion-Reaktion und ist somit interaktiv.“ – erste Aktion ist das „struggle telling“, dabei ist jeder dazu aufgefordert seine eigenen Alltagsproblemchen mitzuteilen, die dann ins Projekt einfließen. „Das Ganze ist selbstverständlich 100 Prozent anonym.“












