(openPR) Dass man in Naturkostläden hin und wieder auch themenbezogene Bücher kaufen kann, ist nicht neu. Einzelne Titel werden vom Biogroßhandel mit den passenden Lebensmitteln zusammen angeboten, andere direkt beim Verlag bestellt. Bis zum In-Kraft-Treten des Buchpreisbindungsgesetztes im Herbst 2002 war es für Einzelhändler, die nicht dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels angehörten, mit hohem bürokratischem Aufwand verbunden, Bücher mit Wiederverkäuferrabatt zu beziehen. Man musste gegenüber jedem einzelnen Verlag ein so genanntes Preisbindungsrevers unterschreiben. Wollte man als Biohändler diesen Weg ungehen und seine Bücher lieber vom Großhandel beziehen, biss man man bei den "Barsortimenten" meist auf Granit. Denn diese verlangen hohe Mindestumsätze und möchten auch aus strategischen Gründen lieber keine Nebenmärkte als Konkurrenz zum Vollbuchhandel aufkommen lassen.
Doch seit dem Herbst 2002 hat sich durch die Verabschiedung des Preisbindungsgesetzes, das jeden Händler automatisch zur Einhaltung der Endpreise für Bücher zwingt, vieles geändert. "Harry Potter" bekommt man außer im Vollbuchhandel jetzt nicht nur in Supermärkten und Tankstellen, sondern auch in zahlreichen Naturkost- und Naturwarenläden - neben Vollwertkochbüchern und Gesundheitstiteln. Jene Buchgroßhändler, die sich über Jahrzehnte in den Nischenmärkten der Esoterikszene und der Naturheilkunde eingerichtet hatten, sind inzwischen aus ihrem Schatten herausgetreten und sorgen dafür, dass sich die Bücherregale der Naturkostmärkte zunehmen zu einer echten Konkurrenz zum Vollbuchhandel entwickeln. Denn die Stammkundschaft stöbert nicht mehr nur unter den vorrätigen Bio-Büchern - sie bestellt auch Romane und Sachbücher zu ganz anderen Themen. Der Naturkosthändler als nebenberuflicher Bestellbuchhändler ist keine Seltenheit mehr. Umständliche Verlagsbestellungen - regelmäßig verbunden mit Papierkrieg, hohen Versandkosten und langen Wartezeiten - sind kaum noch notwendig. Die Spezialbarsortimente liefern (fast) alles - auch themenfremde Titel. Der Papierkrieg beginnt und endet an dem Tag, an dem sich der Händler als Neukunde registriert und seine Kundennummer bekommen hat.
Unterstützt wird dieser Trend durch den Einsatz des umtriebigen Ex-Buchhändlers Michael Krämer (46) aus Lenggries in Oberbayern, der sich früher um den Bücher-Nebenmarkt Schreibwarenhandel gekümmert hat und heute eigentlich als freier Korrektor und Lektor arbeitet, sich aber aus Überzeugung und Begeisterung den buchhandels-interessierten Naturkosthändlern als Berater zur Verfügung stellt. Insgesamt gibt es drei mittelständische Spezialbarsortimente. Eines davon hat die Bücherregale der Reformhäuser fest im Griff, ein weiteres kümmert sich fast ausschließlich um die Esoterikszene. Der dritte unter diesen Großhändlern hat sich den Themenbereichen Naturheilkunde, Ökologie und Spiritualität verschrieben. Der Dritte ist für Michael Krämer die Nummer Eins. Hier werden die Kontakte zum Naturkosthandel gesucht und gezielt aufgebaut. Durchschnittlich ein Bio-Händler pro Monat ist es, der allein durch die Intitiative von Michael Krämer auf den alternativen Buchhandelszug aufspringt. Rund 30 Läden und Supermärkte in ganz Mitteleuropa stehen inzwischen auf seiner Liste. Fünf Jahre lang ist der Ex-Buchhändler und jetzige Lektor bereit, jeden einzelnen "seiner" Alternativ-Buchhändler fachlich zu beraten und mit der Welt des Buchmarktes vertraut zu machen - und zwar kostenlos!
Michael Krämer, Buchsteinweg 10a, 83661 Lenggries; Telefon 08042-974762
www.Textkorrekturen.beep.de (ab November 2005: www.Lektorat-Korrektorat.com)
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Michael Krämer
Lektorat und Handelsvertretung
Buchsteinweg 10a
83661 Lenggries-Anger
Telefon 08042-974762









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