(openPR) Eine Rede, der Redeauftritt und die Wortwahl vermitteln nicht nur Aussagen und Informationen, sie sagen auch viel über den Redner selbst aus – und zwar über nationale und sprachliche Grenzen hinweg. Darauf weist der Verband der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) anlässlich des Tages der Sprache hin, der in diesem Jahr am 8. September stattfindet.
"Sprache ist nicht bloß ein Mittel der Kommunikation, sie macht vielmehr den Menschen selbst aus", erklärt dazu VRdS-Präsident Dr. Vazrik Bazil. "Es gilt noch immer: Rede, und ich sage wer Du bist." Der Tag der Sprache sollte deshalb aus Sicht des VRdS auch in Schulen beachtet und aktiv im Unterricht behandelt werden. Sich ausdrücken zu können, werde immer mehr zu einer existenziellen Frage. "Wer sich um einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz bewirbt, ist eindeutig im Nachteil, wenn er die passenden Worte nicht findet", so Bazil. Dabei gehe es nicht um eine akademische Ausdrucksweise, sondern um eine angemessene Form der Kommunikation.
Über den reinen Textinhalt hinaus wirken Sprachmelodie, Sprechtempo, Stimme, Gestik und Mimik auf die Wirkung und damit auch auf die Glaubwürdigkeit der Rede. Daher gehört es zu den Aufgaben vieler Redenschreiber, ihren Auftraggebern nicht nur Texte und Formulierungen zu liefern, sondern auch ihren Auftritt zu verfolgen und sie mit Blick auf die Gesamtwirkung einer Rede zu beraten.
Passen Inhalt, Wortwahl, Stimme und Präsentation überein, hat Sprache etwas Verbindendes. Das gelte auch über Sprachgrenzen hinweg, erklärt Bazil mit Blick auf den Europäischen Tag der Sprache, der in rund drei Wochen am 26. September stattfindet. Im Jahr 2001 war er vom Europarat ins Leben gerufen worden. "Das Europäische Haus ist auch das Haus der europäischen Sprachen. Rede verbindet auch Nationen und Kulturen", so Vazrik Bazil. Vor diesem Hintergrund pflegt der VRdS seit einem Jahr eine intensive Zusammenarbeit mit dem Verband der Redenschreiber in Großbritannien (UK Speechwriters’ Guild).













