(openPR) Zum Thema „Brandschutz in Seniorenwohnstätten und Pflegeheimen“ versammelten sich über 100 Teilnehmer aus den Bereichen Bandschutzplanung, Brandschutzdurchführung, Bauaufsichtsämter, Feuerwehr und andere Interessierte am Brandschutz in Berlin-Adlershof.
http://www.brandwende.com/index.php?article_id=239
Dank einer engagierten Organisation und Durchführung durch die Messe-Event-Schmiede Ulrike Oertel und Reinhard Eberl-Pacan Architekten + Ingenieure Brandschutz fand das Brandschutz-Fachgespräch einen festen Platz im Berliner Veranstaltungskalender.
Zuwachs bei Besuchern und Ausstellern
Mit einem Zuwachs von fast 50% hinsichtlich der Zahl der Besucher und Aussteller war die 2. Veranstaltung im Rahmen des „Berliner Brandschutz-Fachgesprächs“ am 30.08.2012 ein voller Erfolg.
Berlin braucht eine Initiative zum Brandschutz
Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch Peter Hilgers, Vorsitzender der BFSB, unterstrich Dr. Dr. h.c. Peter Spary, Geschäftsführer der Gütegemeinschaft Brandschutz im Ausbau e. V., in seinem lebhaften Grußwort die Bedeutung Berlins als Bundeshauptstadt für den vorbeugenden Brandschutz; trotz der aktuellen Nachrichten und Irritationen im Zusammenhang mit dem Großflughafen. „Von Berlin muss eine starke Initiative zum Thema gleiche Sicherheit und einheitlicher Brandschutz in allen Bundesländern ausgehen“
Wie leben wir morgen?
Wohnen im Alter bedeutet ein höheres Risiko, stellte Reinhard Eberl-Pacan, Dipl.-Ing. Architekt und Brandschutzplaner fest. Zu der Veränderung der “persönlichen Situation“ betagter Menschen kommt die – erfreuliche Veränderung der “baulichen Situation“ in Senioreneinrichtungen: Heime mit kargen Mehrbettzimmern weichen Seniorenresidenzen mit individuellen Aufenthalts- und Schlafräumen; brandlastfreie Flure werden zu wertvollen Kommunikationsbereichen.
Nur durchausgewogene und individuelle Brandschutzkonzepte von erfahrenen Brandschutzplanern können diese modernen Wohnformen für Senioren mit einem optimalen Sicherheitskonzept in Einklang gebracht werden, das baulichen, anlagentechnischen und organisatorischen Brandschutz in ausgewogener Weise berücksichtigt.
Einheitliche Regeln in Deutschland?
Den Flickenteppich verschiedener Regelungen zu Senioreneinrichtungen in den verschiedenen Bundesländern zeigt Tanja Bruckmeier, Prüfingenieurin für Brandschutz bei Bruckmeier Ingenieur & Sachverständigen GmbH, auf. Die Wünsche der Betreiber und der zukünftigen Nutzer stoßen allein innerhalb Deutschland auf fast 16 verschiedene Voraussetzungen und Widerstände des Baurechts und der Baubehörden.
Risiken und Lösungsansätze
Frieder Kircher, Leitender Branddirektor bei der Berliner Feuerwehr, erläuterte die Schutzziele des Brandschutzes und zeigte dabei die besonderen Risiken und die Möglichkeiten zu deren Begrenzung auf. Gestaffelt nach vier Kategorien.
Schutz des Lebens und Achtung vor dem Menschen
„Es gibt keinen Sonderbau in Deutschland, in dem mehr Todesopfer durch Feuer zu beklagen sind als in Pflegeheimen. Selbst Lagerhallen sind besser geschützt.“ berichtete Eugen Brysch, Geschäftsführender Vorstand der Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung, aus seiner täglichen Praxis als Anwalt, Experte und Sprecher der 700.000 pflegebedürftigen Menschen die in stationären Pflegeeinrichtungen leben.
Zum Schutz des Lebens und zur Achtung der Menschenwürde auch im Alter gehöre jedoch, die Sicherheit und Selbstbestimmung jedes einzelnen zu wahren, ganz besonders im Alter und am Lebensende. Die Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung mache deshalb verstärkt auf die Missstände beim Brandschutz in Pflegeeinrichtungen aufmerksam. Da jedes Bundesland jedoch sein eigenes, oft unzureichendes Brandschutzkonzept für Pflegeeinrichtungen habe und der Bund selbst keinen politischen Handlungsbedarf sehe, ändere sich nichts Grundlegendes.
Brandschutzvorführung
Nach einer kurzen Mittagspause fand auf dem Hof des Kongesszentrums Forum Adlershof an der Rudower Chaussee ein Vorführung mit Brandszenarien und Feuerlöschern statt, bei der die Besucher gerne selbst Hand anlegen und mächtig „Schaum schlagen“ und „Staub aufwirbeln“ konnten.
Diskussionen und Fragen
Unter der Moderation von Reinhard Eberl-Pacan war der zweite Teil der Veranstaltung Diskussionen und Fragen der Teilnehmer gewidmet. Neben den Fragen zum „Augenma? bei Erstellung und Prüfung von Brandschutznachweisen wurden die unterschiedlichen Rechtsgrundlagen in verschiedenen Bundesländern heftig diskutiert.
Neben den Referenten versammelten sich auf dem Podium in lockerer Runde Thomas Stajer, Kaufmann im Gesundheitswesen bei der DOMICIL Unternehmensgruppe und Sven Reiche, Leiter des Berliner Brandschutz-Centers der Minimax Mobile Services GmbH & Co. KG.
Die aufgeschlossene Diskussion, die vielfältigen Fragen und kompetenten Antworten zeigten einmal mehr, dass effektiver und wirtschaftlicher Brandschutz nur im Dialog der Beteiligten umzusetzen ist
Parallele Fachausstellung
Auf einer Fachausstellung namhafter Firmen aus dem Bereich des vorbeugenden Brandschutzes konnten sich die Teilnehmer über aktuelle Produkte und Entwicklungen zum Brandschutz unterrichten.
Daneben stellten hagebau Brandschutz-Allianz, Minimax Mobile Service, Zapp-Zimmermann Brandschutzsysteme, Wichmann Brandschutz-Systeme, Hekatron Partner für Brandschutz, Jockel Brandschutztechnik, DORMA Beschlagtechnik, VAROLUX Lichtruf-, Schwesternruf- und Personenrufanlagen, Walraven Brandschutzsysteme und GTM Systemtreppen dem interessierten Fachpublikum ihre Leistungsfähigkeit vor.













