(openPR) Verehrte Kunstfreunde,
auch wenn es bei den gegenwärtigen Temperaturen schwer vorstellbar ist: der Herbst steht vor der Tür und der Rückzug in die eigenen vier Wände ist vorprogrammiert. Höchste Zeit also, sich ausgiebig dem Angebot der 114. Int. Bodensee-Kunstauktion zu widmen, welches Mitte September mit über 2700 Nummern Sammler und Liebhaber anregt und beglückt!
Gemälde
Unter der vielseitigen Auswahl an Gemälden des 18., 19. und 20. Jahrhunderts beeindruckt eine größere Anzahl erstklassiger (Doppel-)Porträts bourgeoiser Persönlichkeiten, zum Beispiel die des Bürgermeisters Josephus Dominicus Reindl v. Allershausen und seiner Gattin Maria Apolonia (Ausrufnummer 2242, Limit 6.800 Euro) – aus dem 18. Jahrhundert. Aus der Zeit des Biedermeier stammt ein Paar aus dem Umkreis des Wiener Malers Friedrich von Amerling (Ausrufnummer 2250, Limit 3.900 Euro). Seltsam vereinzelt stehen die beiden da, obschon der braun gelockte Jüngling mit seiner Rechten auf die Gattin weist - Szenen einer Ehe. Auch Einzelporträts sind zu finden, wie das der reizenden jungen Dame im Jugendstil-Fauteuil (Ausrufnummer 2352, Limit 9.000 Euro), meisterlich festgehalten von Arthur von Ferraris, einem der beliebtesten Porträtisten des Hochadels seiner Zeit.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich ländlicher Idyllen des 19. Jahrhunderts. Hier beeindrucken Hugo Wilhelm Kaufmanns „Tändelndes Paar in einer Bauernstube“ (Ausrufnummer 2273, Limit 4.800 Euro) ebenso wie Theodor Kleehaas’ „Interieur einer bäuerlichen Stube mit lesenden Mädchen“ (Ausrufnummer 2294, Limit 4.800 Euro). Wann haben Sie sich das letzte Mal derart über einen Brief gefreut?
Romantischer schafft es nur Antonio Montemezzo mit seinen spielenden Kindern und einer Gänseschar an einem Frühlingstag (Ausrufnummer 2275, Limit 8.500 Euro).
Liebhabern der graphischen Künste sei eine Handvoll herausragender Biedermeier-Zeichnungen der Konstanzer Malerin Marie Ellenrieder (Ausrufnummern 2251-2256, Limite 600-1.200 Euro) empfohlen: von religiösen Themen über Landschaften bis hin zu Porträts findet sich in dieser kleinen Auswahl alles, was das Herz begehrt!
Bücher
Bibliophilen dürfen wir mit Stolz folgende Schätze präsentieren: den Naturwissenschaftlern Paracelsus’ äußerst seltene Erstausgabe „Das Buch Meteorum“, eine gegen die Meteorologie des Aristoteles gerichtete Polemik aus dem Jahr 1566 (Ausrufnummer 186, Limit 4.000 Euro). Den Medizinern empfehlen wir Willem Pisos Standardwerk „De Indiae Utriusque Re Naturali Et Medica“ (Ausrufnummer 187, Limit 5.200 Euro) über Brasilien im Allgemeinen und die Tropenmedizin im Besonderen, 1658 erschienen bei Ludwig und Daniel Elzevier in Amsterdam. Da aller guten Dinge drei sind, schließen wir mit Frederik Ruyschis „Opera Omnia Anatomico-Medico-Chirurgica“ (Ausrufnummer 189, Limit 4.500 Euro), einer posthum erschienenen Gesamtausgabe aus über 40 einzelnen Abhandlungen, gedruckt bei Janssonius Waesberghe in Amsterdam im Jahre 1737.
Skulpturen
Nach christlichem Glauben führen Krankheit und Schmerz unweigerlich zur Erlösung. In unzähligen Kunstobjekten wird daran erinnert und durch Verbildlichung Wahrhaftigkeit eingefordert. Sei es in Form zahlreicher (segnender) Christuskinder aller Herren Länder, die ein begeisterter Sammler zusammengetragen hat, als elegante Schmerzensmannbüste in barock drapiertem Gewand aus dem Umkreis Georg Petels (Ausrufnummer 2710, Limit 4.800 Euro) oder als großer Historismus-Elfenbeinpokal, dessen Cuppa in detailreicher Schnitzarbeit den segnenden Christus inmitten einer Kinderschar zeigt (Ausrufnummer 2714, Limit 14.000 Euro, siehe Bild). Alle Stationen seines Lebens finden in der Kunst ihre Würdigung und sind grundlegend für unsere Tradition und somit für unser Selbstverständnis.
Möbel
Wir schließen unsere kleine Vorschau mit Spaß und Spiel und stellen Ihnen ein seltenes Tisch-Kegelspiel vor (Ausrufnummer 2018, Limit 3.900 Euro). Um die Mitte des 19. Jahrhunderts aus Nussbaum in Süddeutschland gefertigt, beherbergt das Möbel insgesamt 30 Kegel, zehn Kreisel sowie zahlreiche Torbögen und Öffnungen sowie eine Messingwasserwaage zum Justieren. Für kurzweilige Abendgesellschaften ist also fürderhin gesorgt!
Zum Schluss sei in wenigen Sätzen auf weitere Kostbarkeiten hingewiesen. Zum Ausruf gelangen horizontale einzeigerige Tischuhren aus der Mitte des 17. Jahrhunderts (Ausrufnummer 1920, Limit 5.200 Euro) ebenso wie bedeutende Silberschmiedearbeiten, zum Beispiel eine prachtvolle Pariser Kaffeekanne des frühen 18. Jahrhunderts (Ausrufnummer 1391, Limit 6.500 Euro). Im Bereich der Asiatischen Kunst lassen zwei Sammlungsauflösungen aufhorchen. Zum einen verspricht ein Nachlass mit einer großen Zahl chinesischer und japanischer Cloisonné-Arbeiten des 19. Jahrhunderts großes Interesse, zum anderen kommen Liebhaber dekorativen chinesischen Blau-Weiß-Porzellans voll und ganz auf Ihre Kosten!
Nutzen Sie also die Gelegenheit und besuchen Sie uns vom 1. bis 12. September 2012 (Montag bis Freitag von 13 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr), um die vielen Kunstwerke vor Ort zu bestaunen. Die Auktion findet am 14. und 15. September statt. Bitte beachten Sie, dass die Versteigerung der Bücher (und zwar nur der Bücher!) am 13. September in Form einer stillen Auktion durchgeführt wird.
Interessierte haben die Möglichkeit, per Post, Telefon, Fax, Internet oder persönlich mitzubieten. Informationen und Abbildungen nahezu aller Objekte finden Sie unter www.zeller.de oder Sie kontaktieren uns in Pressefragen unter
Mit freundlichen Grüßen
Kathrin Dünser
Der Abdruck dieses Pressetextes ist selbstverständlich honorarfrei. Im Falle des Abdrucks unserer Informationen erbitten wir die Zusendung eines Belegexemplars.










