(openPR) 30. Juni - 01. Juli. 2006: 89. Int. Bodensee-Kunstauktion, Auktionshaus Michael Zeller in Lindau 2700 Ausrufnummern – Vorbesichtigung 15. bis 28. Juni 2006
Gelungener Auftakt
Die Kategorien der kommenden Sommerauktion sind vertraut abwechslungsreich und bieten viel Anlass zum Entdecken und Recherchieren. Es beginnt mit dem Katalogtitelbild. In geheimnisvollem Licht präsentiert sich die halbfigürliche Statuette eines jugendlichen Beamten der 12. Dynastie Ägyptens. Das museale Objekt ist mit 29000 limitiert und wird mit Sicherheit die internationale Sammlerwelt auf den Plan rufen.
Asiatika
Die asiatische Kunst wird wieder von einem Reigen schönster Buddhas aus Siam und Kambodscha eröffnet. Spektakulär ist ein stehender Mon-Buddha aus der Frühzeit der siamesischen Kunst, im 9./10.Jh. entstanden (7800). Der sitzende Buddha auf Nagathron im Angkor Vat Stil des 12. Jh. oder ein Khmer- Tempelwächter des 11. Jh. begeistern. Auch die burmesische Kunst ist mit seltenen Figuren vertreten, so zum Beispiel zwei große sitzende Buddhas des 18. Jh.(2000/2500).
Einer großen Akzeptanz auf dem internationalen Markt erfreut sich die chinesische archaische Keramik. Durch langjährige Kontakte zu Asiatikasammlern konnte das Auktionshaus Zeller auch wieder für diese Auktion ungewöhnliche und seltene Stücke akquirieren.
Bei den sog. Minqi handelt es sich um Grabbeigaben der Hanzeit. Figuren aus Ton in Gestalt von Hofdamen, Tänzern, Musikern, Reitern usw. sollten dem Verstorbenen im Jenseits Gesellschaft leisten. 1965 wurden bei Xian erstmals solche außergewöhnlichen Stücke gefunden. Mit 3500 ist eine Tänzerin limitiert, das aus der Tangzeit stammende Kamel mit einer Musikantengruppe auf dem Rücken wird mit 25000 ausgerufen. Es ist sicher das eindrucksvollste Stück des Angebots. Sehr hübsch ist aber auch eine Tangreiterin mit Hochfrisur und strohgelber Glasur. (3500)
Schwerpunkt der Auktion
Das klassische europäische Kunsthandwerk nimmt den größten Teil des Auktionsangebots ein.
Die Porzellansammlung eines Schweizer Industriellen hält schöne Stücke aus Meissen bereit. Für die prächtigen Tafelaufsätze nach Leuteritz bedarf es schon eines größeren Haushalts. Unter den fast 2oo Objekten findet sich für jeden Geldbeutel etwas.
Geschichtsträchtige Zeitmesser
Bei den Uhren sollte eine beeindruckende Genfer Emailtaschenuhr für den türkischen Markt erwähnt werden. Zu der mit Symbolen und Emblemen versehenen Taschenuhr von Le Roy gibt es die passende Uhrkette 7500). Zwei französische Empire-Pendulen bereichern das Uhrenangebot. Eine davon erzählt die Geschichte von Orpheus in der Unterwelt.
Herrmann Corrodi mit signifikanter Arbeit
Die Gemäldesparte wird angeführt von zwei Werken von Karel Breydal, einem der ersten flämischen Schlachtenmaler (je 9000). Ein aussagekräftiges Familienporträt der Biedermeierzeit stellt die Aachener Familie Vonderbank dar (9800). Die Campagna di Roma wurde von Herrmann Corrodi während seines Italienaufenthalts 1860 in einem großformatigen und qualitätvollen Werk wiedergegeben (25000) .
Bei aller Internationalität darf etwas Lokalkolorit nicht fehlen: Die berühmte Stuttgarter Genremalerin Pietronella Peters hielt eine Szene mit zwei spielenden Mädchen fest (2500). Von Louis Letsch-einem im Elsaß lebenden Vorarlberger- stammt eine Szene mit auslaufendem Raddampfer im Lindauer Hafen.







