(openPR) Zumindest trifft die gewählte Überschrift zum Teil auf die vom 12. bis 14. September 2013 stattfindende 118. Internationale Bodensee-Kunstauktion im Auktionshaus Michael Zeller in Lindau zu, in welcher ein 1842 datiertes Ölgemälde des süddeutschen Historien- und Portraitmalers Alexander Bruckmann (1806–1852) zur Versteigerung kommt.
Nach seinem Studium an der Münchner Akademie bei Heinrich Hess und nach einem dreijährigen Aufenthalt in Rom wird Bruckmann 1833 damit beauftragt, die Schlafgemächer der königlichen Residenz in München mit Szenen aus den Gedichten Theokrits auszumalen.
In der vorliegenden, mit feinmalerischer Manier ausgeführten Komposition, zieht eine jugendliche Frau in einem wallenden, rotweißen Kleid und langen blonden Haaren auf einem Pfad in idyllischer Voralpenlandschaft gehend den Betrachterblick auf sich. Eine Gruppe von Figuren unterschiedlichen Alters mit hoffnungsvoller Mimik und bittender Gestik umrahmt die Schreitende, deren Haupt blumenbekränzt ist und die in ihrer Linken einen mit buntgemischten Blüten bestückten Korb trägt. Die floralen Motive, die Mädchen und Knaben sowie das ruhende Lamm an einem Bachlauf personifizieren die Dargestellte als Flora.
Diese altitalische Göttin symbolisiert den Frühling, die unbekümmerte Lebenslust, die Fruchtbarkeit, im Bild expliziter durch die Stillende am Wegesrand und das junge, stehende Paar repräsentiert, sowie – christlich gelesen – die Auferstehung nach dem Tode, worauf die beiden Alten wohl vertrauen.
Bruckmanns technisch sowie koloristisch überzeugende Allegorie des Frühlings vermag für einen Limit-Preis von 13.500 Euro mit Sicherheit die auf uns zukommenden trüben herbstlichen Tage zu vertreiben.
Legende zum Gemälde: Alexander Bruckmann (1806 Ellwangen – 1852 Stuttgart). Monogr. und 1842 dat. Rs. Ausstellungsetikett des Württembergischen Kunstvereins. Allegorie des Frühlings. Öl/Lwd. (doubliert). 69 x 89,5 cm. Rahmen.




















