(openPR) Innovative Therapie aus den USA / Prof. (Univ. Chisinau) Dr. Dr. Stefan Hillejan erster deutscher Anwender
Hannover im August 2012. Sie betrifft schätzungsweise fünf Millionen Menschen in Deutschland und mindert die Lebensqualität in hohem Maße: Tabuerkrankung Stuhlinkontinenz. Hierbei treten Darminhalte wie Luft oder Stuhl unkontrolliert aus dem After aus. Schamgefühle sowie Angst vor chirurgischen Behandlungen verhindern jedoch in vielen Fällen den Gang zum Arzt und so quälen sich Betroffene oft jahrelang mit ihrem Leiden. Dabei lässt sich eine Schließmuskelschwäche inzwischen schonend behandeln. „Mit der neuen Radiofrequenztherapie Secca behandle ich den Schließmuskel ambulant und ohne Schnitte gezielt mit Elektroimpulsen“, erklärt Prof. (Univ. Chisinau) Dr. Dr. Stefan Hillejan, Proktologe der Praxisklinik für Venen- und Enddarmerkrankungen in Hannover, der dieses Verfahren als erster Mediziner in Deutschland anwendet. Etwa 30 Minuten dauert die schmerzarme Therapie.
Schließmuskel schonend straffen
Vor der Behandlung klären Patient und Arzt zunächst in einem Vorgespräch ab, ob sich die neue Secca-Therapie für den Betroffenen eignet. Wenn eine Stuhlinkontinenz mindestens einmal pro Woche auftritt und konservative Behandlungsmethoden wie etwa ballastreiche Kost oder Medikamente bisher nicht anschlugen, bietet sich die Radiofrequenztherapie als Alternative zu chirurgischen Behandlungsmethoden an. Unter Anästhesie führt Prof. Hillejan zunächst vorsichtig ein Endoskop in den After ein. „Hierüber lege ich dann die impulsgebenden Elektronadeln an den Schließmuskel an und übertrage die Radiofrequenzenergie auf das Gewebe“, erklärt der Proktologe. Dadurch verändert sich die Nachgiebigkeit des Muskels und ein Straffungsprozess setzt ein. Etwa zwei Stunden nach der Behandlung verlassen Patienten die Praxis und kehren in ihren gewohnten Alltag zurück. In den darauffolgenden Tagen mindern sich die Inkontinenzsymptome spürbar. Nach etwa sechs bis sieben Monaten stellt sich ein endgültiges Ergebnis ein.
Kontinenzorgan im Fokus
Am Enddarm des Menschen befindet sich eine Funktionseinheit, bestehend aus dem nicht willkürlich zu beeinflussenden inneren und dem beeinflussbaren äußeren Schließmuskel. Dabei leistet der innere Muskel bis zu 30 Prozent der Verschlusskraft. Weitere Bestandteile dieser Einheit bilden der Enddarm und in der Darmwand eingelagerte Nerven. Erkranken Darm oder Teile dieses empfindlichen Kontinenzorgans, kann es leicht zu einer Stuhlinkontinenz kommen. „Schädigungen des Schließmuskels oder der Analhaut zählen dabei zu den häufigsten Ursachen“, erklärt Prof. Hillejan. „Oftmals treten diese bei Operationen im Analbereich oder bei Frauen nach einem Dammriss durch die Geburt auf.“ Beckenbodensenkung, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Nervenschädigung, Verstopfung und fortgeschrittenes Lebensalter gelten als weitere Ursachen. Generell leiden Frauen häufiger an einer Stuhlinkontinenz, da ihr Schließmuskel von Natur aus schwächer als der des Mannes ist. Treten Darminhalte unkontrolliert aus, suchen Betroffene am besten sofort einen Spezialisten auf, der die genaue Ursache schnell klären und Therapiemöglichkeiten aufzeigen kann.







