(openPR) Kürzlich war zu lesen, dass Rooibos zu den am stärksten mit Pestiziden belasteten Teesorten gehört. Laut eines Berichtes des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit von 2008 weist Rooibos jedoch keine Rückstandsgehalte über den zulässigen Höchstgehalt auf. Um so unverständlicher ist es, dass genau diese Quelle genutzt wird, um zu behaupten, dass Rooibos stark mit Pestiziden belastet ist. Auch wenn Rooibos kein Risikoprodukt darstellt, werden zum Schutz der Verbraucher regelmäßig Pestizidanalysen durchgeführt. Namhafte Einkäufer und Teehändler bestätigen deshalb die Unbedenklichkeit ihrer Rooibos-Tees.
„Rooibos ist ein unauffälliges Produkt, welches kaum Pestizide aufweist - und schon gar nicht oberhalb der erlaubten europäischen Höchstmenge, was ein Produkt zu einem sogenannten kritischen Produkt machen würde“, so Esin Rager, Gründerin und Geschäftsführerin von samova. Auch Andreas Tief, Stellvertretender Pressesprecher des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) bestätigt: „Infolge der Untersuchungen zum Rooibos-Tee wurde im zitierten Bericht von 2008 kein weiterer Handlungsbedarf abgeleitet.“
Pflanzenschutzmittelrückstände werden mehr oder weniger häufig in allen Lebensmitteln pflanzlicher Herkunft gefunden. Diese Rückstände resultieren nicht aus einer konkreten Anwendung, sondern entstammen meistens allgemeiner Umwelteinflüsse. So nehmen die Pflanzen auch die im Boden vorhandenen Pestizidrückstände und Schwermetalle auf. Die Hamburger Teeexperten von samova lassen aus Qualitätsgründen jede Charge Rooibos von unabhängigen Instituten auf ca. 400 Substanzen überprüfen. Dabei kam es in den vergangenen Jahren zu keinem auffälligen Befund. Auch das Meckenheimer Unternehmen TeeGschwendner bestätigt: „Grundsätzlich kann jede Teeart solche unerwünschten Substanzen enthalten. Zum Schutz der Verbraucher werden alle Tees und Zutaten in unserem Labor genaustens analysiert.“
Keine Bedrohung durch Aluminium und Mangan
Der Autor Udo Pollmer verweist in seiner Kritik an Rooibos auch auf „erhebliche Gehalte“ von Schwermetallen wie Aluminium und Mangan. Auch hier gibt es keine kritischen oder aktuellen Befunde Seitens der Händler bzw. des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Außerdem sind Rückstandsmengen für Aluminium und Mangan für Tees nicht gesetzlich geregelt. Insofern kann es auch keine Überschreitung eines gesetzlichen Höchstwertes geben. Es gibt auch keine entsprechenden Empfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), an denen man sich orientieren könnte. Außerdem verzehrt man bei Tee nicht die Teepflanze an sich, sondern man trinkt den Aufguss. Berücksichtigt man noch die Löslichkeit von Aluminium und Mangan und den Verdünnungsfaktor (ca. 1,5 – 2g Rooibos wird mit ca. 200ml Wasser aufgegossen, macht einen Verdünnungsfaktor von ca. 100) dann wäre eine Aufnahme dieser Metalle als unbedenklich einzustufen. Das Gleiche gilt im übrigen auch für Pestizidrückstände. Zudem benötigt der Körper beispielsweise Mangan als essenzielles Spurenelement. Mangan ist im Organismus elementarer Bestandteil verschiedener Enzymsysteme, die an der Energieumwandlung beteiligt sind. Es ist für die Bildung der Schilddrüsen- und Sexualhormone notwendig und wirkt bei der Verarbeitung von Cholesterin sowie bei der Insulinproduktion mit.
Quellennachweis:
BVL Bericht zur Lebensmittelsicherheit 2008
http://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Downloads/01_Lebensmittel/01_lm_mon_dokumente/01_Monitoring_Berichte/archiv/lmm_bericht_2008.pdf?__blob=publicationFile&v=5
Deutschlandradio Kultur – Bericht von Udo Pollmer
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/mahlzeit/1811015/
Esin Rager - Gründerin und Geschäftsführerin samova GmbH & Co. KG: http://www.samova.net
Andreas Tief - Stellvertretender Pressesprecher des BVL: http://www.bvl.bund.de
Tee Gschwendner: http://www.teagschwendner.com
Für Recherchen stehen wir Ihnen auch gern persönlich beratend zur Verfügung. Zudem senden wir Ihnen bei Bedarf weiteres kostenfreies Bildmaterial. Über die Zusendung eines Belegexemplars freuen wir uns.
Weitere Informationen:
South African Rooibos Council: www.sarooibos.org.za
Rooibos for life: www.rooibosforlife.de (bitte als Bildnachweis angeben)
Hintergrund:
Im April 2005 wurde das South African Rooibos Council (SARC) als Non-Profit-Company gegründet. Er vertritt die Interessen der südafrikanischen Rooibosproduzenten im eigenen Land wie auch international und ist unter anderem für Öffentlichkeitsarbeit und Forschung zuständig. Gegenwärtig bauen rund 300 Farmer Rooibos an, darunter auch Kleinstbauern und Genossenschaften. Insgesamt leben rund 5.000 Südafrikaner von der Rooibosproduktion. Jährlich werden ca. 12.000 Tonnen Rooibos produziert. Fast 5.000 Tonnen davon werden in Südafrika konsumiert, der Rest wird in fast 140 Länder exportiert. Informationen unter www.sarooibos.co.za
oder www.rooibosforlife.de


















