(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Die Rohölnotierungen starten ohne große Veränderungen in die neue Woche. Nordseeöl (Brent) wird an der Londoner ICE für 114,30 Dollar je Barrel gehandelt. Die amerikanische Referenzsorte WTI ist in New York (NYMEX) für 96,50 Dollar je Barrel zu erstehen – wobei der Handel dort wegen der Sechs-Stunden-Zeitverschiebung erst später richtig startet. Auf preishemmende Einflüsse liegt nun – auch wenn sich das in den Notierungen nicht oder noch nicht ausdrückt – ein größerer Fokus: Die Amerikaner überlegen trotz guter Verfügbarkeit von WTI die Freigabe strategischer Reserven. WTI kostet so viel wie schon seit Monaten nicht mehr. Dem autoverliebten Volk sind die daraus resultierenden hohen Spritpreise wohl ein Dorn im Auge. Die Internationale Energieagentur (IEA) macht da aber nicht mit – eben wegen der guten Verfügbarkeit. Eine koordinierte Freigabe ist ohne IEA jedoch unmöglich. Überhaupt sei die Nachfrage dürftig, heißt es in der Monatsstatistik des American Petroleum Institutes: minus 2,7 Prozent Ölbedarf gegenüber dem Vorjahresniveau, der schlechteste Sommer seit 1995, eine dürftige Benzinnachfrage ausgerechnet in der nachfragestärksten Jahreszeit. Der Preis drosselt die Nachfrage, doch geringere Nachfrage führt derzeit nicht zum geringeren Preis.
Die Marktlogik wird ausgerechnet vom Euro ausgehebelt. Dessen stabile Seitenlage verhindert den Abgang der Preise, heißt es in Branchenkreisen. Interessant, wenn man bedenkt, dass der Gemeinschaftswährung ansonsten meist Schwäche vorgeworfen wird. Heute zunächst nicht –und deshalb könnte Heizöl ein wenig preiswerter zu bekommen sein als vor dem Wochenende.
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