(openPR) (Braunschweig) 17.08.2012. Claim Management, ein Begriff, der in jedem Bauprojekt geläufig ist, in immer mehr Anlagenbauprojekten ebenfalls. Grund ist die fast schon naturgemäße Abweichung des geplanten vom tatsächlichen Projektablauf, die zu Kompensationsansprüchen der Beteiligten führen. Dies ist der Komplexität der Vorhaben, der verkürzten Vorlauf- und Planungszeit und oft auch dem Verlust von Know-How geschuldet. Die denkbaren Ansprüche liegen z.B. in der verlängerten Projektlaufzeit, in auftretenden Mängeln, in der Geltendmachung von Vertragsstrafen.
Eine vergleichbare Lage tritt allerdings auch bei immer mehr IT-Projekten auf. Auch Informationstechnologie ist komplex, die Anforderungen an die Entwicklung und Anpassung von Software führt zu Situationen, die angemessen nur durch effektives Claim Management auszugleichen sind.
Dazu Rechtsanwalt Tobias Voigt von der CARNEADES GmbH & Co. KG, einem Spezialdienstleister für Claim Management: "Wir beobachten in diversen von uns betreuten Projekten, dass auch die Entwicklung von Software erheblichen Störungen des Projektablaufs ausgesetzt ist, wie wir sie sonst nur aus klassischen Anlagebauprojekten kennen. Auch bewegen sich die Auftragssummen durchaus in Einzelfällen in Bereichen, die eher in der klassischen Industrie üblich sind und damit Störungen zu empfindlichen Einbußen führen. Anforderungen an das Werk können oft zum Vertragsschluss noch nicht abschließend formuliert werden. Änderungsvorbehalte sind auf Seiten der Auftraggeber sehr erwünscht. Da es sich um einen kreativen Prozess handelt, hat der Auftragnehmer allerdings auch Bedarf ein einer möglichst freien Abwicklung. Zum Teil werden entsprechende Methoden direkt zur Leistungsbeschreibung genutzt (z.B. agile Projektabwicklung, Scrum Methods). Das birgt allerdings für nicht mehr tragbare Abweichungen vom geplanten Projektverlauf zusätzliches Konfliktpotential, dass sich erheblich vom dem des Anlagenbaus unterscheidet. Gerade in Bezug auf die Dokumentation als Grundlage des IT Claim Managements setzt das neue Anforderungen, insbesondere auch, soweit die Konkretisierung der Leistung betroffen ist."
In der Folge ist der Streit in IT-Projekten um die Höhe der Vergütung, die Kompensation zusätzlicher Leistungen und die Auseinandersetzung um Vertragstermine und Vertragsstrafen ein sich immer mehr auf den Projekterfolg auswirkendes Thema.
Dazu Rechtsanwalt Voigt: "Der Projektbeteiligte eines IT-Projektes, der es schafft, eine Verzugsvertragsstrafe von 5 Prozent auf die Auftragssumme abzuwehren, leistet den gleichen Projektbeitrag wie alle anderen an der Entwicklung beteiligten, die zu dem entsprechenden finanziellen Margenanteil beitragen – schon das zeigt Ihnen die Bedeutung von Claim Management in IT und Softwareprojekten."
Wie kann man diesem Umstand nun abhelfen? Rechtsanwalt Voigt: "Wir empfehlen als Einstieg in das Thema die Buchung unserer Seminare zum Claim Management. Dort werden die Teilnehmer zunächst grundlegend mit dem für sie oft gänzlich neuen Thema vertraut gemacht. Als sehr effektiv haben sich auch individuell konzipierte In-House Schulungen erwiesen, in denen die Teilnehmer ausschließlich auf der Grundlage ihrer originären Projektumgebung geschult werden. Das bringt eine erhöhte Akzeptanz für das Thema und schafft direkte Umsetzungs- und Anwendungsmöglichkeiten für Claim Management in den vorhandenen IT-Projekten."
Viele Großunternehmen der Branche setzen bereits ein professionelles Claim Management ein. Aus langjähriger Erfahrung ist bekannt, dass Claim Management sich als ein effektives Mittel bewährt hat, Risiken in einem Projekt zu begrenzen und Ergebnisse erheblich zu optimieren.










