(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Wenn Soll und Ist nicht zueinander passen, geschieht häufig eine spürbare Reaktion. Das Prinzip der zwei Tachometer in einer Lok geht so: Mit dem Soll-Tacho wird der angestrebte Wert eingestellt, woraufhin der Ist-Tacho sich diesem Wert angleicht. Je größer die Differenz, desto heftiger der Bremsvorgang oder die Beschleunigung.
Nun zum Öl: API und DoE sind die beiden amerikanischen Institutionen, die in den USA den Bestand von Rohöl und Produkten bewerten. API, das American Petroleum Institute, schätzt immer wieder dienstags. DoE, das Department of Energy, folgt immer wieder mittwochs. Weil es eine Behörde ist, gilt DoE als akzeptiertere Quelle. Bezogen auf unser Beispiel gibt es bei den Beständen aber nur einen Tacho – und zwar den „Könnte-sein“-Tacho. Denn das „Ist“ kennt keiner wirklich, und ein „Soll“ wäre glatte Manipulation. API sitzt dienstags auf der Lok, nach dem Schichtwechsel ist DoE am Drücker.
In dieser Woche hat DoE kräftig für Beschleunigung bei den Ölpreisen gesorgt (deutliche Abbauten), nachdem API auf die Bremse getreten hat (deutliche Aufbauten). Die beiden Lokführer widersprechen sich in dramatischer Weise. Folge: Die Notierungen schießen nach den DoE-Daten in die Höhe. Ein Barrel Brent kostet 116 Dollar, ein Barrel WTI kostet 94,20 Dollar.
In der Folge wird, bei konsequenter Euro-Schwäche, Heizöl vermutlich teurer. Vermutlich sogar deutlich. Vermutlich sogar so deutlich, dass wir am Nachmittag einen aus Kundensicht unerfreulichen Rekord verkünden müssen: Ein neues Jahreshoch für Heizöl steht zu befürchten. Zu schlagen sind 94,86 Euro, die hundert Liter bei 3.000-Liter-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt anno 2012 maximal gekostet haben.
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