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"Grenzen spielen plötzlich keine Rolle mehr"

14.08.201216:24 UhrGesundheit & Medizin
Bild: "Grenzen spielen plötzlich keine Rolle mehr"
Zwei Wochen Ferienspaß auf dem Hegenberg für Kinder mit und ohne Behinderung.
Zwei Wochen Ferienspaß auf dem Hegenberg für Kinder mit und ohne Behinderung.

(openPR) HEGENBERG - Mehr als 100 Kinder haben zwei spannende Wochen hinter sich: Sie nahmen an der integrativen Ferienfreizeit für Kinder mit und ohne Behinderung teil, die von der Stiftung Liebenau zusammen mit ihren Kooperationspartnern Caritas, Bildungszentrum St. Konrad Ravensburg und BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) angeboten wurde.



Professionelle Betreuung

Ob gesund oder mit Behinderung – im weitläufigen Gelände der St. Gallus-Hilfe in Hegenberg erlebten sie gemeinsam fröhliche und erlebnisreiche Tage. Unter dem Motto "Zirkus" wurde gespielt und gebastelt, getanzt, gesungen und geturnt. 35 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer kümmerten sich um die Kinder, die meisten davon im Grundschulalter. Auch Kinder mit einem hohen Hilfebedarf konnten bei der Freizeit mitmachen. Dank zahlreicher Spenden war für ihre individuelle und professionelle Betreuung gesorgt.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

"Das Schöne an dieser Freizeit ist, dass dabei Kinder aus sehr unterschiedlichen Lebenskontexten zusammenkommen", sagt Christoph Gräf, Koordinator des Netzwerks Familie der Stiftung Liebenau. "Kinder aus behüteten Familien und aus benachteiligten Lebenssituationen, Kinder mit und ohne Behinderung: Diese Grenzen spielen plötzlich keine Rolle mehr – eine schöne Erfahrung", findet Gräf. Und nennt noch einen wichtigen Punkt: "Es geht darum, dass Kinder schöne Ferientage mit Gleichaltrigen verbringen können; es geht aber auch um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf", sprich darum, berufstätige Eltern während der Ferien zu entlasten.

Programm nach Wunsch

Keines der Ferienkinder nämlich kommt aus einer Einrichtung, alle leben zu Hause bei ihren Familien. Zehn Plätze sind jeweils reserviert für Kinder aus benachteiligten Familien, für die der Verein Schweizer Kinder die Kosten von 70 Euro für eine oder 135 Euro für zwei Wochen übernimmt. Den Ablauf schildert Kathrin Gröber, Fachkraft der Stiftung Liebenau, die zusammen mit Monika Rädler vom Bildungszentrum St. Konrad die Freizeit leitet, so: "Bereits um 7.30 Uhr können die Kinder nach Hegenberg gebracht werden. Nach dem gemeinsamen Anfangskreis wird in festen Gruppen Programm gemacht, bis zum Mittagessen. Am Nachmittag gibt es AGs, die die Kinder nach eigenen Wünschen besuchen können, und jeweils um 16.30 Uhr enden dann die Ferientage."

Benni ist glücklich

Auch Benni ist mit dabei, ein zehnjähriger Junge, der aufgrund eines Sauerstoffmangels bei der Geburt schwer mehrfach behindert ist. Benni kann nicht sprechen, er muss über eine Magensonde ernährt und mehrmals täglich abgesaugt werden, weil sich zäher Schleim in seinen Bronchien festsetzt. Er kann nur ein paar Schritte gehen in seinem Spezial-Laufgerät, und doch sieht er glücklich aus: "Er liebt es, wenn viel los ist um ihn rum", weiß Maike, seine Betreuerin. Maike macht derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr und ist während der Ferienfreizeit ausschließlich für Benni da. Außerdem kommt zweimal täglich eine Krankenschwester zum Absaugen.

"Kinder wie Benni in der Ferienfreizeit zu betreuen, ist natürlich eine besondere Herausforderung", ist Christoph Gräf klar. "Aber unser Programm soll keine Sondereinrichtung werden, sondern ein niederschwelliges Ferienangebot bleiben." Wichtig seien dabei klare vorherige Absprachen mit den Eltern und der Informationsaustausch. "Es gibt immer einen Informationsabend vorab, bei dem wir große Resonanz und gute Rückmeldungen der Eltern erleben", zeigt sich der Koordinator des Netzwerks Familie der Stiftung Liebenau zufrieden.

Engagierte Jugendliche sind wichtig

Wichtig sind aber auch die engagierten Jugendlichen, die als Ehrenamtliche diese Freizeiten begleiten. 30 bis 35 sind es jedes Jahr, die sich um die Kinder kümmern, Verantwortung übernehmen und sich mit dem Thema Behinderung auseinandersetzen. "Ein enormer Lernprozess", sagt Gräf. "Und auch ein wichtiger Teil des Programms".

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