(openPR) Die Evangelische Elisabeth Klinik blickt auf eine lange Historie zurück: Vor 175 Jahren gründete Pastor Johannes Gossner das Krankenhaus auf dem heutigen Gelände in der Mitte Berlins.
Stillstand hat es dort seit 1837 nicht gegeben. Im Gegenteil – die Evangelische Elisabeth Klinik hat mit dem Wandel der Zeiten und der Medizin stets Schritt gehalten und steht heute gut aufgestellt für die weitere Zukunft da.
Zum Jubiläum wurde die Geschichte der Klinik von dem Historiker Clemens Tangerding recherchiert und in einzelnen Episoden - von den Anfängen 1837 bis heute - dargestellt. Weitere Informationen und authentisches Bildmaterial auf erhalten Sie auf Anfrage.
…einige Auszüge aus der Geschichte:
• Das Elisabeth-Krankenhaus war das erste evangelische Krankenhaus in Berlin und ist nach der Charité das zweitälteste der Stadt. Zunächst verstand sich darunter ein „Frauen-Kranken-Verein“, der von Pastor Johannes Gossner gegründet wurde.
• Unverheiratete junge Frauen absolvierten bereits ab 1837 eine Art Ausbildung in der Pflege. Von den jungen Diakonissen wurde erwartet, dass „auch das Schwerste und Unangenehmste mit Lust und Freud getan wird – ja, dass die Wärterin von den ekelhaftesten und schwersten Geschäften mit solcher Heiterkeit zurückkehrt, als hätte sie den angenehmsten Vergnügungen beigewohnt“.
• 1855 hielt das „Elisabeth-Diakonissen und Krankenhaus“ Kühe auf dem Gelände – zum einen für den Eigenbedarf an Milch, zum anderen zu Therapiezwecken für Frauen mit Lungenkrankheiten. Die Behandlung erfolgte zum Teil im Kuhstall, da die „animalische Atmosphäre unserer Kühe“ – so steht es in alten Dokumenten beschrieben – die Leiden der Patientinnen lindern sollte.
• Im Zweiten Weltkrieg wurde mehr als die Hälfte der Gebäude zerstört, trotzdem wurde der Krankenhausbetrieb nicht unterbrochen. Während der Berlin-Blockade gab es eine Notversorgung durch die Berliner Luftbrücke, sie brachte das zum Leben notwendigste wie Kartoffeln, Trockengemüse und Kohle. Strom und Gas gab es nur zwei Stunden pro Tag. Doch die Schwestern blieben optimistisch: „...aber die Dunkelheit des Winters wurde doch erhellt. Einen Vorzug genossen wir: wir mussten alle früh schlafen gehen…“
• Mehrfach drohte dem Krankenhausbetrieb an der Lützowstraße die Schließung. 1984 wurde der Förderverein „Elisabeth muss bleiben!“ gegründet – und die Öffentlichkeit durch die Presse über ein mögliches Aus der Klinik informiert. Die Journaille titelte: „Elisabeth-Klinik schließt: Gefahr für das Leben in der City?“
• Durch die Nähe zum Bahnhof Zoo wurden in der Notfallaufnahme viele Suchtkranke behandelt. Einer von Ihnen war der Drogenabhängige Ralf Arndt – seine Begegnung mit einer engagierten Schwester war für ihn wegweisend: „Auch wenn man kein Christ war oder sogar gegen die Kirche, bei dieser Frau spürte man die Liebe Gottes.“ Später engagierte sich Arndt selbst für Drogenabhängige und brachte sie zur Behandlung aus Kreuzberg zu „seiner“ Schwester in die Elisabeth-Klinik.
• Heute ist das Krankenhaus unter dem Namen „Evangelische Elisabeth Klinik“ bekannt und gehört zur Paul Gerhardt Diakonie. Für die Zukunft ist der Standort gut aufgestellt: spezialisierte Behandlungszentren innerhalb der Klinik auf der einen Seite, auf der anderen Seite entsteht ein neues Pflegewohnheim, in dem Menschen in Ihrem Kiez eine neue Heimat finden werden.









