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Durchgehender Bahn-Express-Verkehr statt Umstieg an der Landesgrenze

09.08.201218:05 UhrTourismus, Auto & Verkehr

(openPR) (ddp direct) Gemeinsame Pressemitteilung von PRO BAHN Ostwestfalen-Lippe, PRO BAHN NRW und dem PRO BAHN Bundesverband vom 6. August 2012

Wer sich in Paderborn für eine Fernreise mit dem Zug entscheidet und den Fahrplan studiert, reibt sich nicht selten verwundert die Augen. Neben einem durchgehenden Regionalbahn-Halbstundentakt mit verstärkenden zweistündlichen Expresszügen in Richtung Hamm-Münster/Ruhrgebiet gibt es auf der anderen Seite gerade einmal fünf bis sechs durchgehende Züge zur ICE-Drehscheibe Kassel-Wilhelmshöhe. Auffälliger als an diesem Bahnhof kann das viel beschriebene West/Ost-Gefälle kaum sein. Wenn auch in Paderborn mit einer anderen Bedeutung.



Sechs Jahre sind vergangen, seit dem sich der Fernverkehr auf der Hellwegstrecke (Düsseldorf –) Hamm – Paderborn – Kassel (– Erfurt) abermals zurückgezogen hat. Bei vielen anderen Verbindungen muss in Warburg an der Landes- und Aufgabenträgergrenze umgestiegen werden. Mehrmals am Tag beobachtet der Fahrgastverband PRO BAHN an dieser Station das gleiche Schauspiel: Trauben von Reisenden quälen sich mit Gepäck durch die Türen von einer Regionalbahn in die andere. Nach 21:02 Uhr gibt es von Kassel gar keine direkte Möglichkeit mehr, nach Altenbeken, Paderborn oder Lippstadt zu fahren. Wer später aus dem Raum München, Stuttgart oder Frankfurt abgefahren ist, nimmt vorab weite und teure Umwege über Köln oder Göttingen in Kauf oder strandet in Kassel.

Schon lange setzt sich PRO BAHN daher für ein baldiges Ende des Fahrplan-Flickwerkes aus drei verbliebenen Fernzügen und den beschriebenen Regionalbahnen ein, die Reisende an der Landesgrenze ausladen. Viele Fahrgäste aus der Region haben sich längst für andere Reisemöglichkeiten entschieden. „Wer sich die Kennzeichen der parkenden Autos auf dem Parkdeck in Wilhelmshöhe oder in den benachbarten Nebenstraßen ansieht, erkennt den Verbesserungsbedarf“, so Michael Hecker, stellvertretender Vorsitzender von PRO BAHN Ostwestfalen-Lippe. Seiner Meinung nach müssen attraktive Verbindungen die Mittel- und Oberzentren und Bahnknotenpunkte der Hellweg-Hochstift-Region regelmäßig, mindestens zweistündlich, durchgehend und komfortabel an den ICE-Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe anbinden.

Daher ist für den Fahrgastverband die Aufwertung der für die Region so bedeutsamen Verbindungen nach Kassel längst überfällig. Eine attraktive Bahnverbindung darf nicht an Landesgrenzen Halt machen, nur weil dahinter jemand anderes für die Bestellungen der Zugleistungen verantwortlich ist, dem trotz überregionaler Wichtigkeit vielleicht die Hände gebunden sind.

Derzeit laufen die Neuausschreibungs-Planungen für die Jahre 2016 bis 2031. PRO BAHN rät zu dringenden Fahrplanüberarbeitungen im Sinne der bereits heute schon im Nahverkehrsplan des Zweckverbands Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) stehenden Forderungen nach durchgehenden Zügen. Michael Hecker sieht hier klar die Aufgabe der Region, diese Planungen voranzutreiben. Zumal die einmalige Chance besteht, die Züge mit dem zukünftigen Rhein-Ruhr-Express (RRX) zu verbinden, so dass regelmäßige Verkehre Düsseldorf – Kassel entstehen.

Als Ziel für die Strecke formuliert Hecker einen „ganztägigen Zweistundentakt“, der auch in den Tagesrandlagen nicht vor den Tagesthemen endet. Interessante Tagesverbindungen nach München und Stuttgart werden damit erst möglich.

Als Neuerung schlägt der Verband vor, dass auch die verbleibenden Intercity-/ICE-Züge zu einem gemeinsamen Takt mit den geplanten Regionalexpress-Zügen integriert werden könnten: Unter der Voraussetzung, dass in beiden Zügen der Nahverkehrstarif gilt, kommt ein durchgängiges Angebot für den Fahrgast dabei heraus. Ein vergleichbares Konzept wurde zwischen dem Land Niedersachsen und der Deutschen Bahn AG (DB AG) vereinbart und startet Ende 2013 zwischen Bremen, Oldenburg, Emden und Norddeich. Ein wichtiger Vorteil dieses Konzeptes: Die bestellenden Zweckverbände müssten nicht zu 100 % eigene Regionalverkehre finanzieren, sondern einen wesentlich geringeren Tarifausgleich an die DB AG zahlen, damit diese Nahverkehrsfahrkarten im Intercity/ICE anerkennt.

„Das langfristige Ziel könnte auch auf der Strecke Rhein-Ruhr – Paderborn – Kassel ein durchgehender Stundentakt sein, wie es auf den meisten anderen Strecken in Nordrhein-Westfalen längst zum Standard geworden ist“, ergänzt der PRO BAHN NRW-Landesvorsitzende Michael Bienick. Dieses könnten wie zwischen Bremen und Norddeich abwechselnd zweistündlich Intercity-Züge bzw. Regionalexpress-Züge sein.

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