(openPR) Eröffnung: Montag 17. September 2012, 19:00 Uhr
Worte zur Ausstellung: Judith FRISCH-WURTH
17. – 23. September 2012
Galerie Jüttner, 1060 Wien, Millergasse 25
Edeltrude ARLEITNER, Herbert BAUER, Gerlinde KOSINA, Regina MERTA, Elisabeth RASS, Andrea RUST, Hanna SCHERIAU, Bernhard SCHINKO, Anna SKRABAL, Herwig Maria STARK
Zehn Mitglieder der BIENNALE AUSTRIA haben sich mit den Worten NAHAUFNAHME / CLOSE UP auf die ihnen eigene Weise auseinandergesetzt.
Nahaufnahmen / Close-ups sind ein beliebtes Werkzeug der Filmemacher. Nahaufnahmen zeigen immer nur einen Ausschnitt des Geschehens, stellen die Protagonisten in den Vordergrund und zeigen nicht das Thema im breiteren Kontext seiner Umgebung.
Die Nahaufnahmen / Close-ups in dieser Ausstellung lenken die Aufmerksamkeit des Betrachters auf verschiedene Szenerien unseres Alltags.
Die Fokussierung auf verschiedene Themen der menschlichen Existenz, sei es alltägliche Gewalt, Terror, Nacktheit, Krise, Gefühlskälte, Religiosität, verlorene Individualität, lässt viel Raum für die eigenen Gedanken zu diesen Inhalten, ohne das Thema in seiner ganzen Bandbreite aufzuzeigen.
Die Arbeiten zeigen den Betrachtern, wie sehr das eigene Leben von Ereignissen – Nahaufnahmen / Close-ups – geprägt wird. Es zeigt sich auch wie stark vereinnahmend diese Ereignisse sind. Berichte über Terroranschläge führen uns so nah ans Geschehen, sodass wir gebannt mit starrem Blick auf das Ereignis blicken und uns als Protagonisten dieser Szenerie fühlen.
Nahaufnahmen / Close-ups unterliegen keinem Zeitrahmen. Sie prägen sich so stark in unser Bewusstsein, dass Jahre später nur ein kleiner Hinweis genügt um sie uns wieder ins Gedächtnis zu rufen. Die Fokussierung auf Details lässt den Fortgang des Geschehens und die Zusammenhänge der einzelnen Ereignisse, oft über Jahre oder Jahrzehnte, im Unklaren.
Unsere Aufmerksamkeit ist konditioniert auf Nahaufnahmen / Close-ups. Je nach Zeitqualität werden manche Nahaufnahmen / Close-ups stärker wahrgenommen als andere. Die Wahrnehmung von Schönheit und Vielfalt des eigenen Lebensraums kann durch Nahaufnahmen / Close-ups, welche Gefühlskälte, verlorene Individualität, Vereinnahmung der Gedanken enthalten, stark verdrängt werden. Es bedarf in diesem Falle eines noch stärkeren Reizes um den Blickwinkel zu ändern oder zu erweitern und somit aktiv den Fortgang des Geschehens wieder zu bestimmen.
Sich den „Momenten der Vergänglichkeit“ mit klarem Bewusstsein zu stellen. Die eigene Bestimmung im Kreislauf der Natur sehen. „Die Krise“ nicht zur eigenen Krise werden lassen. Gefühlskälte mit Menschlichkeit begegnen. Nahaufnahmen / Close-ups als Aufforderung zum genauen Hinschauen auf Ereignisse wahrnehmen - den ersten Schritt zur Veränderung erkennen.
„Möge die Übung gelingen.“
Öffnungszeiten während der Ausstellungsdauer:
Dienstag 18. und Mittwoch 19. 9. 2012 von 16:00 – 19:00 Uhr
Donnerstag 20. 9. 2012 von 18:00 – 21:00 Uhr
Freitag 21. 9. 2012 von 16:00 – 19:00 Uhr
Samstag 22. und Sonntag 23. 9. 2012 von 12:00 – 15:00 Uhr












