(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Das siebente Mal in Folge werden die Rohölnotierungen am Tagesende im Plus schließen. Ein Zwei-Dollar-Rutsch müsste her, um diese Vermutung zu zerstreuen. Was Anleger freut, ärgert hingegen diejenigen Heizölkunden, die in der Niedrigpreisphase nicht geordert haben. Die ist wohl endgültig passé – denn der Aufwärtstrend bei den Ölpreisen geht mit einer Beständigkeit vonstatten, bei der kaum ein Analyst noch an eine kurzfristige Trendwende glaubt. Noch immer ist zwar genug Rohöl auf dem Markt. Noch immer sind die Konflikte im Nahen Osten nicht heiß genug für maßgebliche Produktionsausfälle. Insbesondere für Deutschland war der norwegische Ölarbeiterstreik gegenüber dem iranischen Embargo eigentlich das relevantere Ereignis. Fehlmengen aus dem Iran erzeugen hierzulande keine Versorgungslücke. Weltweit auch nicht, solange andere Länder genug fördern – und das tun sie. Trotzdem: Schon kleine Nachrichten wie die von der wiederholten Verkleinerung der US-Ölvorräte stellen den „Überversorgt“-Status zunehmend in Frage, durch den die Preise zuletzt deutlich gesunken waren. Sogar die Commerzbank-Analysten, die das Aufwärtspotenzial als eher nicht vorhanden beschrieben, prognostizieren nun anderslautend: „Kurzfristig dürfte sich der Preisanstieg bei Rohöl daher fortsetzen.“ Apropos: Zur Stunde bewegen sich die Notierungen für Brent bei 107 Dollar je Fass (so viel wie seit Ende Mai nicht mehr) und für US-Leichtöl WTI bei 91,50 Dollar (Überraschung: so viel wie seit Ende Mai nicht mehr…).
Würde der Euro in ähnlichem Maße an Wert gewinnen, könnte dies dem „Aufwärtspotenzial“ beim Heizöl ein verbraucherfreundliches Korrektiv sein. Dem ist nicht so. Über einen Gegenwert von 1,225 Dollar darf sich angesichts der fortwährenden Europakrise beinahe gefreut werden. Die Prognosen gehen weit auseinander – Goldmans 1,40-Dollar-Prognose wäre ein Segen. Der bislang so überhaupt nicht in Sicht ist. Heizöl hat wie erwartet kräftig angezogen, kostet im Bundesschnitt heute 91,65 Euro brutto (für hundert Liter einer 3.000-Liter-Partie). Ein Plus von 1,41 Euro. Und ein Stand, den wir in der Höhe zuletzt am 3. Mai 2012 verkünden mussten.
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