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Die negative Entwicklung der Handyortung

18.07.201210:46 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Fast jedes moderne Handy, auch in den günstigeren Preisklassen, ist heutzutage mit einem GPS- oder Navigationschip versehen und kann daher verschiedene Ortungstechnologien realisieren


Des Öfteren ist zur Ortung die Installation einer Software auf dem Handy nötig. Basiert die Ortung jedoch auf dem Netzwerk, wird in der Regel die Infrastruktur des Netzwerbetreibers eingesetzt um die Ortung des Handys vorzunehmen. Offensichtlicher Vorteil der durch das Handy gesteuerten Ortung ist die individuelle Kontrolle des Handy Benutzers. Grundsätzlich ermöglichen fast alle gängigen Smartphones eine Installation der entsprechenden Programme auf dem Handy. Verschiedene Handy-Ortungsservices benutzen Software, die den Einsatz multipler Technologien kombiniert. Im Wesentlichen besteht die Dienstleistung aus der auf den Meter exakten Positionsbestimmung eines Mobiltelefons. Die Handyortung selbst findet in den meisten Fällen durch einen bestimmten Serviceanbieter statt. Ein besonders sensibles Thema im Bereich Ortung ist die Wahrung der Privatsphäre, wenn die Ortung einer Person ohne deren Zustimmung möglich ist. Strenge Regeln und Sicherheitsvorkehrungen sind für Anbieter von Ortungsdiensten unabdingbar. Unglücklicherweise weichen die Gesetze in verschiedenen Ländern zum Thema Telekomunikation stark voneinander ab. Manche decken den Bereich gar nicht ab. Das ist zum Teil sehr hinderlich, da Handys vom Benutzer oft global eingesetzt werden.

Sinnvollerweise wird mittlerweile in vielen Ländern vorgeschrieben, dass Handys ortbar sein müssen, um die Ortbarkeit von Notrufen zu ermöglichen. Unter Umständen kann das für einen Menschen lebensrettend sein. Das trifft besonders zu, wenn die betroffene Person sich in einer Situation befindet, in der ein selbst getätigter Anruf nicht möglich ist. In manchen Fällen ist nicht nur die Ortung, sondern sogar das Mithören über Handymikrophon erlaubt. Das kann je nach Modell und Software des Handys sogar bei ausgeschaltetem Handy möglich sein. Der Polizei wird in den meisten Fällen erlaubt eine Ortung aufgrund von Notfällen zu erhalten. Verständlicherweise ist Handyortung für Rettungsdienste von besonders großem Nutzen.

Es gibt die verschiedensten Anwendungsgebiete der Handyortung. Verständlicherweise ist diese Technologie ganz besonders praktisch bei Diebstahl oder Verlust des Handys. Mittlerweile diskutieren sogar Pflegeheime den Einsatz von Ortungsprogrammen. Sie möchten damit Angehörigen von Senioren, die nicht ans Pflegeheim gebunden sind, eine gewisse Beruhigung anbieten können. Der Einsatz von Ortungsdiensten sollte nie nicht als heimliche Überwachung missbraucht, sondern als erweiterte Sicherheit verstanden werden.
Ein neues Marketingmodel setzt Handyortung folgendermaßen ein: In einem großen Museum kann ohne den aktiven Einsatz von Menschen, genau nachverfolgt werden wie viele Besucher an einer bestimmten Ausstellung interessiert waren. Ohne Probleme kann ausgewertet werden, ob Besucher bestimmte Ausstellungen wiederholt innerhalb eines Aufenthaltes oder auch gar nicht besucht haben. Die Möglichkeit mit Hilfe von Handyortung unbeobachtet die Pfade und Verweilzeiten der Besucher zu verfolgen, kann viele sinnvolle Schlussfolgerungen liefern. Diese Strategie kann auch auf Einkaufszentren sehr gut angewendet werden. Es handelt sich um ein großes Gebäude mit einer begrenzten Anzahl von Eingängen, einer großen Anzahl von Geschäften und zumeist einem oder mehreren Bewirtungsbereichen. Es ist für den Manager eines Einkaufszentrums genauso wichtig wie für den Betreiber eins Museums zu wissen, wo die populären Bereiche sich befinden und wo sich die meist frequentierten Besucherpfade abzeichnen. Zudem kann man nun die Beziehung zwischen dem Einzelhandel und der Gastronomie besser auszuwerten.

Gesetzlich ist meistens vorgeschrieben, dass grundsätzlich die ausdrückliche Zustimmung des Handybenutzers (http://kostenloshandyorten.de/handy-orten-ohne-zustimmung/) vorliegen muss, wenn es sich nicht um einen Notfall handelt, bevor ein Ortungsservice-Anbieter die Position eines bestimmten Handys berechnen kann. Wenn Eltern den Aufenthalt Ihrer Kinder überprüfen möchten, ist dies noch relativ einfach zu erledigen. Denn als Erziehungsberechtigte haben die Eltern in der Regel den Handyvertrag unterschrieben. Eltern sollten jedoch vernünftigerweise ihre Kinder darüber informieren, wenn sie beachsichtigen von der Möglichkeit der Handyortung Gebrauch zu machen. Die Gesetze in Bezug Handyortung werden in den verschiedenen Ländern der Welt laufend überarbeitet. In Kalifornien erfordert ein neueres Gesetz nun von den Strafverfolgungsbehörden das Vorliegen eines Haftbefehls für die Peson, dessen Handy geortet werden soll. Werden Sie dort aus irgend einem Grund festgenommen, sind jetzt die Fotos, E-mails und viele andere persönliche Daten auf Ihrem Handy sicherer vor den neugierigen Blicken der Polizei als zuvor. Während der letzten Jahre haben in Deutschland manche Netzwerkbetreiber aufgrund von Datenschutzregelungen das Betreiben von Ortungsdiensten eingestellt, weil die Frage nach der schriftlichen Zustimmungserklärung des Handybenutzers nicht eindeutig geklärt war. Die Polizei sollte sicherlich im Rahmen der Gesetze den Standort eines Mobiltelefons nach wie vor erfahren können, besonders im Falle eines Rettungseinsatzes. Doch scheinbar bereitet der Begriff "im Rahmen der Gesetze" nach wie vor zunehmend Schwierigkeiten. Glücklicherweise wird kein richterlicher Beschluss in Gefahrensituationen benötigt. Eine sekundenschnelle Ortung, wie zum Beispiel beim Ortungssystem vieler Rettungsleitstellen, ist für die Polizei in der Regel jedoch nicht möglich. Die Polizei muss außerdem für jede Einzelfall-Ortung zahlen. Bemerkenswert ist, dass die neue Gesetzgebung in Kalifornien sich nicht ausschließlich auf Handys, sondern auf sämtliche tragbare elektronische Geräte, bezieht.Das Beispiel zeigt, wie kontrovers das Thema Handyortung mitunter ist. Es ist fraglich, ob wir hier in Deutschland einem solchen Gesetz jemals zustimmen würden. Man darf nicht vergessen, wie weitreichend ensprechende Gesetzgebungen zum Thema Handyortung sein können.

Viele Menschen sind der Meinung, dass entsprechende Datenschutzregelungen zur Handyortung ganz besonders Journalisten und deren Quellen schützen können. Zum Beispiel sind unveröffentliche Notizen und andere private oder vertrauliche Infomationen auf den Handys der Journalisten so viel effektiver geschüzt. Das Handy oder Smartphone wird von vielen Journalisten und Reportern als ein technischer Notizblock benutzt. Besonders die Generation moderner Smartphones ermöglicht Anwendungen, die sich die meisten Menschen vor kurzer Zeit nicht einmal von einem leistungsstarken PC erträumt hätten. Aber selbst mittels strengerer Gesetzgebung wird das Thema Handyortung auch in Zukunft schwierig zu beurteilen sein. Einen Durchsuchungsbefehl nach Handyanwendungsbereich zu beschränken, ist sicherlich kaum möglich. Die Vielschichtigkeit der gesetzlichen Lage zum Bereich Handyortung macht eine Anpassung der Ortungsdienste an eine Vielfalt von Gesetzen sehr schwer. Handys sind mobil, über Grenzen hinaus, das ist bedeutendes Merkmal eines Handys. Dies bedeutet, dass europaweite Gesetzesvorgaben ebenfalls berücksichtig werden müssen.

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