(openPR) Die Werke des chilenischen Ausnahmekünstlers sind bis Mitte September in verschiedenen Museen Berlins zu sehen.
Alfredo Jaar, einer der größten bildenden Künstler seiner Generation, bekommt in Berlin mit einer großangelegtenen Werkschau reichlich Raum, seine mutigen und inspirierenden Arbeiten zur vollen Wirkung zu bringen. Der Ort passt: Spätestens, seit Jaar kurz nach dem Fall der Mauer mit einem DAAD-Stipendium einige Zeit in der damals noch wunden Hauptstadt verbrachte, hat er eine besondere Beziehung zur deutschen Metropole aufgebaut. Die Stadt zahlt ihm das zurück mit einer fulminanten Retrospektive, der ersten seiner Art in Deutschland.
Zwar war Jaar schon öfters in Deutschland zu sehen, zum Beisipel 1992 im Pergamon Museum, wo er die abschließende Arbeit seines ersten Aufenthalts präsentierte. Oder bei der documenta in Kassel, wo er sowohl 1987 als auch 2002 mit dabei war. Doch einen umfassenden Rückblick auf sein Oeuvre gab es im deutschsprachigen Raum noch nicht zu sehen.
So ist zum Beispiel Jaars documenta-Frühwerk mit dem Titel „1+1+1“ zum ersten Mal seit seiner ursprünglichen Ausstellung ausgestellt, und zwar in der Alten Nationalgalerie. Die Fotoinstallation spielt mit Impressionen aus drei verschiedenen Entwicklungsländern in Lateinamerika, Afrika und Asien und ist wie alle Kunst Jaars stark politisch motiviert.
Der Grund dafür liegt in der Ur-Motivation Jaars, im wahrsten Sinne des Wortes durch Kultur Gutes zu tun. „Ich möchte die Welt verändern“, sagt er mit voller Überzeugung, und wer die wirkungsmächtigen Werke des nun in New York lebenden Chilenen erlebt, der kann sich ihrem Sog tatsächlich kaum entziehen.
Bis Mitte September sind Jaars Installationen und Fotos noch in Berlin zu sehen. Neben der Alten Nationalgalerie sind die Neue Gesellschaft für bildende Kunst und die Berlinischen Galerie Schauplatz der Retrospektive. Bei ersterer und letzterer kostet ein Tagesticket 8 € (ermäßigt 4 bzw. 5 €), der Eintritt in die Neue Gesellschaft ist gratis.
Wer Lust hat, einen der bedeutendsten lebenden Künstler zu entdecken, der findet auf Laterooms.com billige Hotels (http://www.laterooms.com/de/) in der Hauptstadt.













