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Hier hat Inklusion Tradition – 20 Jahre Lebenshilfe in Britz

28.06.201218:45 UhrVereine & Verbände
Bild: Hier hat Inklusion Tradition – 20 Jahre Lebenshilfe in Britz
Menschen mit schwerer Behinderung können mit Unterstützung kreativ arbeiten (Foto: F. von Ploetz)
Menschen mit schwerer Behinderung können mit Unterstützung kreativ arbeiten (Foto: F. von Ploetz)

(openPR) Am Samstag, den 30. Juni 2012, feiert die Lebenshilfe Berlin ihr 20-jähriges Jubiläum im Wohnpark Britz. Menschen verschiedener Nationen, behinderte und nicht behinderte, alte und junge Menschen leben hier gemeinsam Tür an Tür. Die Tagesförderstätte Neukölln, die Wohnstätte in der Straße 614 und das Betreute Einzelwohnen gehören seit 1992 zum Stadtteil.



„Viele Jahre vor der UN-Behindertenrechtskonvention und lange bevor überhaupt von Inklusion gesprochen wurde, war Inklusion in Britz schon gelebte Wirklichkeit“, sagt Günter Jahn. Der Vorsitzende der Lebenshilfe Berlin war Anfang der 1990iger Jahre Bereichsleiter Wohnen und verantwortlich für den Aufbau der Lebenshilfe-Einrichtungen im zu Neukölln gehörenden Wohnpark.

Als eine der ersten Einrichtungen in Deutschland ermöglichte die Wohnstätte der Lebenshilfe Menschen mit schwerer geistiger Behinderung ein Leben mitten im Stadtteil. Die Initiative ging von Eltern aus, die für ihre schwerst behinderten Söhne und Töchter ein gemeindenahes Wohnangebot nach schwedischem Vorbild entwickeln wollten. Bis dahin waren die Psychiatrie oder Großeinrichtungen die einzige Alternative zum Leben in der Familie. Nach fünf Jahren Vorbereitungen konnten die Eltern das Projekt mit der Lebenshilfe Berlin im Wohnpark Britz realisieren.

Grundidee der Siedlung war die Integration von Bewohnern und Bewohnerinnen, die auf Grund ihrer persönlichen Lebenssituation Hilfe benötigen. Zwölf Prozent der Mieter hatten eine Behinderung. Das entsprach genau dem Berliner Durchschnitt. Von den insgesamt 227 Wohnungen sind 37 behindertengerecht und 11 altengerecht ausgestattet. Das Wohnprojekt der Lebenshilfe wurde anfangs von der Humboldt-Universität unter Leitung von Professor Martin Hahn wissenschaftlich begleitet.

Heute leben in der Wohnstätte sechs schwer behinderte Menschen und sechs Senioren mit geistiger Behinderung. Regelmäßig informieren sich hier Besuchergruppen aus dem In- und Ausland über stadtteilintegriertes Wohnen. Markus Lau, Leiter der Wohnstätte, resümiert: „Wir haben hier ein normales nachbarschaftliches Miteinander, das angesichts der vielen Nationen, die in der Siedlung leben, erstaunlich konfliktarm ist.“

Die Tagesförderstätte Neukölln betreut tagsüber 37 schwer und schwerst behinderte Menschen. Besonders stolz ist die Leiterin Jeannette Hoffmann auf den Erfolg der künstlerischen Angebote und auf die Kooperationsprojekte im Kiez. Zum Beispiel erhalten Menschen mit schwerer geistiger Behinderung in der nahe gelegenen Autowerkstatt Höser die Möglichkeit, in 1:1-Begleitung durch Mitarbeiter der Tagesförderstätte stundenweise in Form eines Praktikums am Arbeitsleben teilzuhaben. Michael W. reinigt Materialkisten, und Susanne G. hilft beim Blumengießen. Claudia Höser, die Chefin des Familienbetriebs, versteht das Engagement als Beitrag zur gesellschaftlichen Integration: „Ich finde es toll zu sehen, wie den beiden ihre Tätigkeit Spaß macht. Michael und Susanne gehören hier einfach mit dazu.“

Sein persönliches 40-jähriges Lebenshilfe-Jubiläum feiert Alfredo R. in diesem Jahr. Seit 1972 unterstützt ihn die Lebenshilfe Berlin bei der Lebensführung, zuerst in der Wohnstätte Koppelweg, später in einer der ersten betreuten Wohngemeinschaften Deutschlands. Im Betreuten Einzelwohnen in Britz erfüllte sich für Alfredo R. der Traum vom selbstbestimmten Leben in der eigenen Zwei-Zimmer-Wohnung. Der heute 55-Jährige engagiert sich seit vielen Jahren in Selbstvertretungsgremien der Lebenshilfe. Sein besonderes Anliegen ist das Mehrgenerationenwohnen, in dem Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam den Alltag bestreiten.

Rund um die Straße 614 gibt es heute viele Menschen, die in ihren eigenen Wohnungen leben und von der Lebenshilfe unterstützt werden. Jürgen Schwarz, Leiter des Betreuten Einzelwohnens, ruht sich nicht auf Erfolgen aus. Für ein gelungenes Miteinander kooperieren er und seine Kollegen mit vielen unterschiedlichen Initiativen im Bezirk, z.B. dem Türkisch-Deutschen-Zentrum.
Und miteinander wird am 30. Juni gefeiert. Das Fest- und Show-Programm eröffnet Bernd Szczepanski, der Stadtrat für Soziales in Neukölln und Schirmherr der Veranstaltung.

30. Juni 2012
15 – 20 Uhr
Lebenshilfe gGmbH
Tagesförderstätte Neukölln
Str. 614 Nr. 26, 12347 Berlin

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