(openPR) Inklusionslauf zeigt gelebtes Miteinander
Oschatzer Lebenshilfe bereitet zweite Veranstaltung in Oschatz für 23. August vor
Oschatz/Nordsachsen. In rund zwei Wochen startet der 2. Inklusionslauf im O-Schatz-Park. Insgesamt sieben Läufergruppen gehen am 23. August ins Rennen. Start 10 Uhr. Mehr als 450 Beteiligte meldeten sich an. Organisiert wird die Veranstaltung vom Lebenshilfe Regionalverband Oschatz e.V. Nach gutem Zuspruch im Jahr 2022 gibt es jetzt die Neuauflage, fortgesetzt in 2024.
Die Runden sind abgesteckt und betragen je rund 450 Meter. Die Teilnehmenden haben 45 Minuten Zeit, diese Strecke zu absolvieren. Joggen, walken, laufen, spazieren, im Rollstuhl, einzeln oder als Gespann - alles ist möglich. Vielfältig und bunt wie Inklusion selbst. „Rundenanzahl ist Nebensache. Es geht nicht um sportliche Leistungen, sondern darum, Spaß zu haben, sich zu bewegen und gemeinsam den Tag zu verbringen“, sagt Nadine Hallbauer, Mitglied der Geschäftsleitung der Oschatzer Lebenshilfe. Ihre Kollegin Manja Elschner pflichtet bei: „In diesem Jahr wollten wir die Idee einer Laufpatenschaft umsetzen, um den Tag mit weiteren Unterstützern zu bereichern und gemeinsam für Inklusion zu stehen.“ Es gehe schließlich um ein gemeinsames Zeichen für Inklusion und Vielfalt. Manja Elschners und Nadine Hallbauers Vision und Wunsch sind es, den Inklusionslauf längerfristig für die Oschatzer Region zu etablieren und weiter zu öffnen: „Wir gehen natürlich von einem weiteren Inklusionslauf im kommenden Jahr aus.“
Aktuell ist die Veranstaltung für Betreute, Mitarbeiter und Vereinsmitglieder der Lebenshilfe sowie Kooperationspartner und Unterstützer offen. Partner wurden gezielt angesprochen, um die Organisation im Vorfeld zu präzisieren. Mit ins Rennen gehen unter anderem die AOK, das private Bildungszentrum, Alippi Sanitätshaus Oschatz, der Sportpark und der Betreuungsverein. Nach 370 Anmeldungen in 2022, sind es aktuell 475. „Die Frage war, wird das Angebot angenommen, wie ist er umsetzbar. Einige outeten sich vornweg als Bewegungsmuffel. Trotzdem lief es auf der Strecke mit gegenseitiger Unterstützung großartig“, so Nadine Hallbauer. In 2022 wurde durch finanzielle Unterstützung in der Einrichtung Wohn-Pflege-Heim „Nord-West“ ein mobiler Snoozle-Wagen angeschafft. Auch diesmal reichten zahlreiche Lebenshilfe-Einrichtungen spezielle Wunschprojekte ein. Nach dem Lauf wird aus dem Lostopf ein Siegerprojekt gezogen und verwirklicht. „Eingereicht wurden Projekte wie ein Bodentrampolin und Spielaccessoires. Kommen ausreichend Spenden zusammen, können wir vielleicht sogar ein zweites Projekt umsetzen“, betont Manja Elschner.
Gestaltete sich der Inklusionslauf im vergangenen Jahr fast nur lebenshilfeintern, gingen die Organisatoren in diesem Jahr den nächsten Entwicklungsschritt: Die Möglichkeiten zur Beteiligung wurden erweitert und Unternehmen, Vereine sowie Institutionen gezielt eingeladen. Die Wunsch-Startzeit konnte ausgewählt werden. Die Herausforderung war, die Läufe so zu managen, dass eine Teilnahme trotz Arbeitsalltag für alle Laufwilligen ermöglicht wurde und trotzdem nur rund 70 Laufende pro Startergruppe zu beteiligen. Die Streckenposten sind hochgradig motiviert und die Stimmung an der Strecke hervorragend: „Die Begeisterung beim Personal und den Betreuten ist immens. Unser Lauf ist schließlich keine Sache von speziellen Menschen oder Leuten mit Handicap, sondern die gute Stimmung zählt, Freude zu leben, gemeinsam etwas anzupacken und zu schaffen.“ Im vergangenen Jahr entstand ein Videoclip, der unter dem Link
https://www.lebenshilfe-oschatz.de/verein/news/erster-inklusionslauf-des-lebenshilfe-ev-rv-oschatz
zu sehen ist. „Emotional super eingefangen. Bewegte Bilder transportieren viel mehr als stehende Bilder“, so Elschner. In gut zwei Wochen werden die neuen Impressionen eingefangen und auf der Homepage veröffentlicht.










