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Gefeierte Premiere

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Giulietta (Julia Hell) und Romeo (Richard Krutzsch)
Giulietta (Julia Hell) und Romeo (Richard Krutzsch)

(openPR) Shakespeares Liebestragödie „Romeo und Julia“ bei den Clingenburg Festspielen

Seit über 400 Jahren stehen Romeo und Julia für das Liebespaar schlechthin. Die Liebenden erkennen sich in einem Blick und stehen zueinander bis in den Tod. Marcel Krohn, der Intendant der Clingenburg Festspiele in Klingenberg am Main, hat den bewegenden Stoff aufgegriffen und in seiner klassischen Schönheit bewahrt, wenn auch mit modernen Elementen versetzt und aktualisiert. So hat Shakespeares berühmtestes Stück am Donnerstagabend die Zuschauer bei der Premiere in seinen Bann gezogen.

Für Romeo und Giulietta ist es Liebe auf den ersten Blick und das wär’ wunderschön, wenn da nicht die tiefe Feindschaft ihrer beider Familien wäre. Es leidet und stirbt nicht nur das Liebespaar am ver-bohrten Hass, auch Romeos bester Freund Mercuzio (Vasilios Zavrakis) und Giuliettas Vetter Tebaldo (Tristan Fabian, der auch für die rasante Fechtchoreografie verantwortlich zeichnet) finden unter anderem dadurch einen viel zu frühen Tod. Letztlich versöhnt das Leid jedoch die beiden Familien. Graf Capuleti, Giuliettas Vater (Ge-rhard Haase-Hindenberg) und Graf Montecchi, Romeos Vater (Frank Kirschgens) beenden über den Leichen ihrer Kinder die Feindschaft.

Marcel Krohn und seine Schauspieler tragen Shakespeares tragi-sches und doch wundervoll poetisches, pralles Stück in großer Lei-denschaft und mit ganzer Überzeugung vor. Die Kostüme (auch in diesem Jahr von Ulla Birkelbach) stützen farbenprächtig und in An-lehnung an die Shakespeare-Zeit des ausgehenden 16. Jahrhun-derts den ursprünglichen Zauber der Tragödie, die leicht in Pathos übergehen könnte, wäre da nicht die literarisch wie sprachlich immer noch meisterhafte Übersetzung von August Wilhelm Schlegel. Daran lehnt sich Regisseur Marcel Krohn weitgehend an, kürzt und modernisiert allerdings und bringt auch heitere bis deftige Aspekte - so wie Shakespeare es wollte. Moderne Musikeinschübe etwa aus der Filmmusik „Der Pate“ sowie gefühlvoll auf der Gitarre vorgetragene Balladen (Michael Kleiber) holen die Zuschauer immer wieder in die Gegenwart und betonen die große Emotionalität des Stückes.

Mit besonderer Leidenschaft verkörpert die junge Namensvetterin Julia Hell die Schönheit Giulietta Capuleti und bringt nicht nur op-tisch, sondern auch in ihrer Rolle die selbstbewusste charakterstarke 16-Jährige voll zum Ausdruck. Gemeinsam mit Richard Krutzsch als Romeo sind die beiden ein äußerst glaubwürdiges Paar, dem nur eine gemeinsame Nacht beschieden ist, bis die Lerche singt – hier erlaubt sich Marcel Krohn auch ein wenig dezente Erotik, wenn er die beiden in hauchzarte Stoffe hüllt. Komische Züge dürfen bei Shakespeare nie fehlen – diese bringt etwa Dorina Pascu als Giuliettas Amme so überzeugend mit ein, dass ihr am Ende ganz viel Applaus gespendet wird.

Da die Leidenschaft bei der zweistündigen Aufführung sich durch die Charaktere zieht wie ein roter Faden, füllt jeder einzelne Schauspieler des Ensembles aus nationalen wie der Region verhafteten Schauspielern (etwa Petra Hofmann, die Giuliettas kokette Mutter spielt) seine Rolle damit aus. Sehr glaubhaft auch Benvolio (Ralph Turnheim), Romeos Vetter, und Graf Parida, der Giulietta heiraten soll (Torsten Schnier). Bruder Lorenzo (Michael Marwitz) spielt den ideenreichen, wenn auch letztlich Unglück bringenden Franziskanermönch.

Wenn nach einer Pause der zweite Teil seinem tödlichen Ende zu-strebt, zeigen die Schauspieler noch einmal ihre ganze Inbrunst und Spielfreude, und es gelingt ihnen, den modernen Zuschauern die Tragik zweier frisch Verliebter, die „getrieben (sind), den ärgsten Feind aufs Freundlichste zu lieben“ bis zum bitteren Ende zeitlos spüren zu lassen. Rauschender Beifall beendet den Premieren-abend, der sich wie im vergangenen Jahr eine Feuershow von Ars Artistica anschließt. Umrahmt wurde die Premiere traditionell von Live-Musik (Four on One aus Klingenberg) sowie Kulinarischem von einheimischen Gastronomen und Winzern.

Eintrittskarten zu den insgesamt 24 Abendvorstellungen vom 14. Juni bis 29. Juli gibt es in der Tourist-Information der Stadt Klingenberg, Hauptstraße 26a, 63911 Klingenberg am Main, Telefon 09372 3040 und 921259, Telefax 09372 12354.
Die Tourist-Information ist von Montag bis Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr sowie samstags von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr geöffnet.

Eintrittskarten sind auch online unter clingenburg-festspiele.de und für alle Nachmittags- und Abendvorstellungen bei adticket.de sowie in den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.
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Klingenberg, 15. Juni 2012 Abdruck honorarfrei.

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