(openPR) Darmstadt – 15.06.2012: Am kommenden Sonntag stehen die Neuwahlen des griechischen Parlaments auf dem Programm. Die Umfragen zeigen aktuell kein wirklich klares Bild – das Ergebnis der Wahlen lässt sich daher kaum seriös prognostizieren. „Es bleibt zu hoffen, dass die Bildung einer stabilen Regierung möglich sein wird. Nichts wäre schlimmer als ein weiterhin führungsloses Land. Doch egal welche Konstellation dabei zustande kommt, die neue Regierung wird sicherlich versuchen, die Bedingungen der Sparmaßnahmen zu lockern“, ist Christoph Leichtweiß, Finanzexperte des Darmstädter Beratungsunternehmens YPOS Consulting, überzeugt.
Die entscheidende Frage wird sein, wer als erster nachgibt: Die neue griechische Regierung oder Brüssel? „Sollte die radikale Linke tatsächlich Teil einer Regierung werden, die das Sparprogramm aufkündigt, könnte Griechenland durch die Europäische Zentralbank EZB von der Versorgung mit Liquidität abgeschnitten werden und gezwungen sein, den Euroraum zu verlassen. Für Brüssel wäre es schließlich kaum vertretbar, die an die Hilfsgelder gekoppelten Bedingungen aufzuweichen“, prognostiziert Leichtweiß.
Sollte es tatsächlich dazu kommen, lassen die zögerlichen Reaktionen aus der Politik nichts Gutes erahnen. „Die EZB würde sicher versuchen, die unmittelbaren Folgen bestmöglich abzufedern. Doch der Vertrauensverlust wäre in der aktuellen Situation pures Gift für das angeschlagene Spanien. Zudem könnte dann auch Italien mit in den Strudel gezogen werden“, warnt der Finanzexperte.









