(openPR) Sind schöne Menschen böse? Sind Topmodels schön? Ist Schönheit eine Gegebenheit oder eine Frage der Performance? Ist natürliche Schönheit schöner als künstlich erzeugte? Was macht die Welt schöner: Botox oder Instagram? Muss jeder Mensch schön sein? Ist es schön, wie alle anderen auszusehen? Ist idealschön jetzt normal? Warum haben Madonna und Carla Bruni plötzlich Apfelbäckchen? Dient Mode der Schönheit? Heute schön, morgen ekelhaft? Kann alt, fett und hässlich schön sein?
PROGRAMM
Christiane Frohmann stellt einen illustren imaginären Club düsterer Schönheiten vor, darunter Shakespeares »dark lady«, Kaiserin Sisi, die Marquesa Casati, Grace Jones, Marilyn Manson und ¥o-Landi Vi$$er.
Philipp Ekardt trifft das Publikum »IM BEREICH DES MONSTRÖSEN. Design und Evolution gegen das Gute Aussehen. Zu Alexander McQueens letzter Kollektion«.
Diana Weis zeigt anhand von Bildern aus People-Magazinen und gemessen an ästhetischen und evolutionsbiologischen Standards Botox- und OP-Gewinner bzw. -Opfer.
Musik und Getränke sind wie stets beim Katersalon thematisch abgestimmt.
Katerschönheitssalon im KaterHolzig
Mittwoch, 20. Juni 2012, 20:30-22:30 (Einlass 20 Uhr)
Eingang: Michaelkirchstrasse 22
10179 Berlin, Germany
Eintritt: 7 EUR
Anmeldung unter: http://www.facebook.com/events/201682536619122/
Christiane Frohmann ist Literaturwissenschaftlerin und Verlegerin (eriginals berlin). Diana Weis ist Kulturwissenschaftlerin und Dozentin für Ästhetik an der Universität Hamburg. Philipp Ekardt ist Literaturwissenschaftler und Dozent an der FU Berlin.
Über das Unternehmen
DER KATERSALON
Social Reading ist keine Web2-Erfindung. Seit dem 17. Jahrhundert gab es in Frankreich und seit dem 18. überall in Europa literarische Salons. Bei diesen Veranstaltungen wurden Texte gelesen und diskutiert – oft im Sinne der Aufklärung über Geschlechter- und Klassengrenzen hinweg. Die Salons bestimmten bis zum Ausbruch des 1. Weltkriegs das kulturelle Leben der Metropolen.
Nichts anderes als früher in den Salons geschieht heute auf den Social-Reading-Plattformen: Menschen lesen gemeinsam, lauschen gemeinsam gestreamten Lesungen und diskutieren über die Qualität von Literatur, über einzelne Stoffe und Figuren, behandelte Themen und aus der Lektüre entstehende Fragen.
Bei aller neuen Intensität, die das Web dem Sozialen verliehen hat, ist doch der Zauber der ›echten‹ Begegnung nicht verloren gegangen. Deshalb unternimmt Verlegerin Christiane Frohmann den Versuch, ihre literarischen Facebook-Debate-Clubs durch einen Salon in der physischen Realität zu erweitern und ergänzen.
Beim monatlichen Katersalon sollen nicht nur die eigenen Autoren, sondern auch Autoren anderer Verlage ein Forum bekommen, um physisch in Kontakt mit Lesern zu treten. Vom virtuellen Social Reading übernommen wird die Idee der größeren Unmittelbarkeit und Nähe, der Grenzverwischung zwischen Autor und Leser.
Im Katersalon soll nicht Kultur dargestellt werden, sondern entstehen: im Zusammenwirken von lesendem Autor und Zuhörern, von Performern und mit performendem Publikum, von Literatur, Kunst, Musik etc. als stimmungsmachender Performance. Der Katersalon ist gedacht als Raum für große Gefühle.
Der Kater Holzig bietet die ideale, weil leicht entrückte Kulisse für solche temporären Gesamtkunstwerke, wie auch dessen Betreiber genau den Spirit der spontanen Freisetzung kultureller Energie verkörpern und bei anderen fördern, der den Katersalon kennzeichnen soll.
Um die große Offenheit des Konzepts gegen die Gefahr der Beliebigkeit zu schützen, wird jeder Abend von einer thematischen Klammer strukturell zusammengehalten.
Über Facebook und Twitter können auch körperlich Abwesende an der Diskussion teilnehmen bzw. anwesende Gäste später noch weiterdiskutieren.
http://www.facebook.com/Katersalon