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Brasilien: Shell verzichtet auf umstrittenes Biotreibstoff-Projekt auf indigenem Land

13.06.201216:40 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Brasilien: Shell verzichtet auf umstrittenes Biotreibstoff-Projekt auf indigenem Land
Guarani-Indianer protestierten gegen Raizens Aktivitäten auf ihrem Land. © Fiona Watson/ Survival
Guarani-Indianer protestierten gegen Raizens Aktivitäten auf ihrem Land. © Fiona Watson/ Survival

(openPR) Ein von Shell gegründetes Biotreibstoff-Unternehmen hat sich von einem umstrittenen Geschäft in Brasilien zurückgezogen. Das Unternehmen Raizen hatte Zuckerrohr von Land erworben, das einem indigenen Volk gehört. Die Entscheidung folgt einer lautstarken Kampagne der betroffenen indigenen Gemeinde und von Survival International.



Das Unternehmen Raizen wurde 2010 als ein Joint Venture zwischen Shell und dem brasilianischen Ethanol-Riesen Cosan gegründet, um Biotreibstoff aus Zuckerrohr herzustellen.

Ein Teil dieses Zuckerrohrs wird jedoch auf dem Land der Guarani-Indianer angebaut. Die Guarani zählen zu den meist verfolgten und verarmten indigenen Völkern Südamerikas. Viehzüchter und Zuckerrohrplantagenbesitzer haben beinahe ihr gesamtes Land besetzt und töten regelmäßig ihre Anführer durch angeheuerte bewaffnete Männer.

Raizen hat sich nun verpflichtet, in Zukunft kein Zuckerrohr von offiziell anerkanntem indigenem Land zu erwerben. Die anhaltende Kampagne von Survival und der Druck von Brasiliens Staatsanwaltschaft ermöglichten den Start der Verhandlungen zwischen Raizen und der brasilianischen Behörde für indigene Angelegenheiten (FUNAI).

Nach diesem Durchbruch hat Raizen auch versprochen, FUNAI zu konsultieren, um weitere Investitionen oder Ausweitungen in Gebieten zu vermeiden, die als indigen erklärt werden könnten.

Die Guarani haben diese Entwicklung begrüßt. Viele Guarani leben unter entsetzlichen Bedingungen, in überfüllten Reservaten oder in Lagern am Straßenrand.

Die Gemeinde von Valdelice Veron im Bundesstaat Mato Grosso do Sul ist direkt von dem Projekt betroffen. Hier berichten die Guarani, dass ihre Flüsse von Pestiziden von den Plantagen verschmutzt worden sind. Sie sagt: "Wir werden wieder Wasser von unserem Land trinken können. Wir werden neu beginnen können."

Raizen hat in Anerkennung der sensiblen Probleme der Guarani versprochen, ein "auf die indigene Bevölkerung gezieltes Sozialinvestitionsprogramm" durchzuführen.

Raizen sagte gegenüber Survival: "Mit unserem Rückzug möchten wir ein gutes Beispiel für andere Unternehmen setzen. Wir verpflichten uns, das Land zu respektieren, das vom Justizministerium als indigen erklärt wird."

Diese wichtige Entscheidung könnte in Brasilien einen Präzedenzfall schaffen und bedeutet, dass Raizens Erwerb von Zuckerrohr von indigenem Land spätestens am 25. November "endgültig eingestellt wird".

Survivals Direktor Stephen Corry sagte heute: "Raizens Entscheidung ist eine ausgezeichnete Nachricht für die Guarani, die man hat am Straßenrand sterben lassen und die durch die Zuckerrohr-Produktion von ihrem Land vertrieben wurden. Andere Unternehmen müssen Raizens Beispiel folgen und aufhören, den Diebstahl am Land der Guarani zu finanzieren. Es wird Zeit, dass die Welt aufwacht und feststellt, dass Brasiliens Biotreibstoff mit indigenem Blut gefärbt ist."


Lesen Sie diese Meldung online: http://www.survivalinternational.de/nachrichten/8403

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