(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Was haben wir gestaunt: In wenigen Stunden des gestrigen Nachmittags schnellten da die Rohölnotierungen um zwei Dollar je Sorte nach oben. Auslöser Spanien? Wegen erfolgreicher Geldanleihen? Oder doch Iran? Wegen der Missklänge im Atomkonflikt?
Nun, nach einem noch viel heftigerem Absturz um drei bis vier Dollar je Barrel innerhalb von kaum 17 Stunden inklusive der Schlafenszeit, wird klar: Es waren wohl in erster Linie die Spekulanten, denen dieses Kurzzeithoch zu verdanken ist. Ordentlich verdient am Nachmittag, sogleich ging es ans Gewinnabschöpfen. Mit dem Ist-Stand (aktuelle Barrelpreise: Nordseeöl Brent 98 Dollar, US-Leichtöl WTI 83 Dollar) ist jetzt wieder das Niveau erreicht, das den grundsätzlichen Abwärtstrend-Erwartungen auf Basis der Fundamentaldaten entspricht. Die weisen nämlich weiterhin eher auf sinkende Ölpreise hin – noch immer laufen die Saudi-Pumpen stärker als sie müssten, noch immer lahmt die weltweite Nachfrage. Chinas unerwartete Leitzinssenkung unterstreicht dies eindrucksvoll, und auch Uncle Sam zögert an der amerikanischen Zapfsäule, Driving Season hin oder her.
Der Euro ist ebenfalls angekommen, wo er vor der Rallye war: bei 1,25 Dollar. Die gestrigen Aufschläge beim Heizöl dürften sich damit heute wieder komplett erledigt haben, so dass letztlich Werte auf oder sogar ein wenig unter dem Level des vorgestrigen Durchschnittspreises (der lag bei 84,74 Euro für 100 Liter Heizöl bei 3.000-Liter-Lieferung) zu erwarten sind. Der Feiertag Fronleichnam hat den Süddeutschen gestern also jede Menge Aufregung erspart.
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