(openPR) Bochum. Am 8. Juni startet die Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine. Während die Fans es kaum erwarten können, ist an den ukrainischen Universitäten von Vorfreude nichts zu spüren. Grund dafür: In den vier Austragungsorten Kiew, Charkow, Lviv und Donezk müssen Studis ihre Zimmer in 30 Studentenwohnheimen räumen – und sie wissen nicht, ob sie nach der EURO 2012 wieder einziehen können.
Seit Anfang April schon konnten Wohnheimzimmer der biologischen Fakultät an der Uni Kiew als Hotelzimmer gebucht werden. „Zur gleichen Zeit haben die Studenten aber noch keine offiziellen Benachrichtigungen darüber bekommen, dass sie ausziehen müssen. Sie wissen nicht, wann genau sie ihre Zimmer räumen müssen, wohin mit dem vielen Kram und ob sie nach der EM in ihre Wohnheime zurückkehren können“, zitiert das bundesweite Campus Magazin UNICUM die Biologie-Studentin Katja Odarchenko von der Universität Kiew in seiner aktuellen Ausgabe 06/2012. „Unklar ist auch, wer die Miete in den drei Monaten Sommerpause zahlt und die Zimmer danach in Ordnung bringt.“
Die Verantwortlichen in der Ukraine betonen nur den vermeintlichen Vorteil: Die Wohnheime werden nach Jahrzehnten endlich renoviert.





