(openPR) RAVENSBURG – Elf Frauen und Männer haben erfolgreich die Qualifikation "Jugend und Soziales" abgeschlossen. Mit dieser Maßnahme, finanziert über die Agentur für Arbeit, hat das Berufsbildungswerk Adolf Aich (BBW) der Stiftung Liebenau junge Arbeitssuchende auf eine Tätigkeit im Bereich sozialer Dienstleistungen vorbereitet.
Inklusion auf dem Arbeitsmarkt
Junge Erwachsene haben in der Küche, in der Konditorei, in der Hauswirtschaft gelernt und dennoch keine feste Stelle gefunden. Um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, beteiligten sich elf junge Frauen und Männer mit Förderbedarf an der Qualifizierung "Jugend und Soziales" im BBW (www.bbw-rv.de). "Dabei handelt es sich um eine Anschlussmaßnahme gemäß SGB III, um im zweiten Anlauf auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen", erklärt Andreas Kneisel von der Agentur für Arbeit. Der halbjährige Vollzeitkurs richtete sich an arbeitssuchende junge Menschen mit Berufsausbildung und Interesse an einer Tätigkeit im sozialen oder pflegerischen Bereich. Nach vier Wochen Theorie leisteten die Teilnehmer verschiedene Praktika in Kindergärten, Krankenhäusern, Altenpflege- oder Rehabilitationseinrichtungen, begleitet von jeweils zwei Unterrichtstagen pro Woche im BBW.
Perspektiven eröffnen
"Es war gut, über das Praktikum eine Pflegeeinrichtung kennen zu lernen", berichtet eine Teilnehmerin, die sich entschieden hat, nach dem Kurs eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin zu beginnen. Andere haben erkannt, dass sie eher für das Lager, für die Reinigung oder für den kaufmännischen Bereich geeignet sind. "Unabhängig davon, welchen beruflichen Weg die jungen Menschen einschlagen, war das übergeordnete Ziel der Maßnahme die Übernahme in eine sozialversicherungspflichtige Anstellung", sagt BBW-Bildungsmanagerin Monika Kordula. Deshalb war der Unterricht breit angelegt. Die Teilnehmer lernten EDV genauso wie Rechtskunde, übten sich in Teamarbeit und Kommunikation und erarbeiteten sich Kompetenzen in der gerontologischen Betreuung.
Sie wollen arbeiten
Neues ausprobieren können, nicht alleine dastehen, Ansprechpartner haben und begleitet werden. Der Kurs war für viele Teilnehmer eine wichtige Orientierungshilfe auf dem Arbeitsmarkt. Kursleiterin Sabine Zander bestätigt: "Der Kurs ermöglicht, neue Schnittstellen zwischen vorhandenen fachlichen, sozialen Kompetenzen und neuen Tätigkeitsfeldern herzustellen und für die Teilnehmer erfahrbar zu machen und die Selbsteinschätzung zu schärfen: Wo sind meine Grenzen? Gehe ich in die Pflege oder doch wieder zurück in die Küche?" Flexibilität, Zuverlässigkeit und Engagement sind gefragt. Die elf Erwachsenen haben ihr Ziel erreicht. Ein Teilnehmer berichtet: "Mein Chef hat mich weitervermittelt, weil er so zufrieden mit mir war."












