(openPR) 13 Mio. Patienten sind mittlerweile zahnzusatzversichert.
Über 75% aller gesetzlich Krankenversicherten (ca. 50 Mio. Menschen) interessieren sich für eine Zahnzusatzversicherung. Rund 13 Mio. solcher Versicherungsverträge wurden bislang abgeschschlossen, mehr als ein Viertel also. Das deckt sich auch mit dem Ergebnis einer bundesweiten Befragung von Zahnärzten im Auftrag des Münchner Versicherungsexperten Hans Waizmann. 24,65 % der deutschen Patienten sind nach Schätzung der deutschen Zahnärzte im Besitz einer Zahnzusatzversicherung. In Großstädten liegt der Anteil an Zahnzusatzversicherten am höchsten (28,48%), in Städten bei 23,92 % und am Land bei 21,72%.
Die Zahnzusatz-Versicherungsbranche boomt – und das seit Jahren. Jährlich schließen rund 600.000 Verbraucher eine neue Zahnzusatzversicherung ab (Quelle: Zahlenbericht der PKV 2009/2010).
Die Gründe hierfür sind offensichtlich:
1. Mangelnde Erstattung für Zahnersatz seitens der gesetzlichen Krankenkasse. Seit 2005 gilt das Festzuschuss-System – das nicht mehr therapiebezogen anteilig erstattet, sondern befundbezogen. Zudem ist die “Regelversorgung”, die durch den Festzuschuss abgedeckt werden soll, in den allermeisten Fällen nicht mit den Ansprüchen der Kassenpatienten hinsichtlich Ästhetik und Materialeigenschaften vereinbar. Der Festzuschuss für ein Implantat mit vorangehendem Knochenaufbau und abschließender Krone beträgt im Höchstfall 387 €. Die Kosten für Behandlung und Material belaufen sich aber auf rund 3.000 €. Eigenanteil Patient: 87,1% der Kosten - 2.613€. Im Falle eines dreiflächigen Keramik-Inlay ist die Diskrepanz noch höher: Gesamtkosten von ca. 600 € steht ein Festzuschuss von gerade einmal 45 € gegenüber. Eigenanteil Patient: 92,5% - 555 €. (Quelle: Finanztest 05/2012)
2. Seit 2007 kommen vermehrt Zahnzusatzversicherungen auf den Markt, die nicht nur Zahnersatz, sondern auch die Mehrkosten einer Zahnbehandlung (z.B. Wurzelkanal- und Parodontalbehandlung erstatten. Zudem leisten moderne Zahnzusatzversicherungen auch für Prophylaxemaßnahmen (professionelle Zahnreinigung), einige sogar für kieferorthopädische Behandlungen.
Mit den meisten vor 2007 angebotenen Zahnersatz-Versicherungen haben die modernen Tarife nicht mehr viel gemeinsam: Wurden früher max. 20%-40% der Kosten nur für Zahnersatz (für Zahnerhalt gar nichts) erstattet, leisten viele Tarife heutzutage sogar auch beim Zahnerhalt bis zu 100% und das zu einem vergleichsweise geringen (bzw. nur geringfügig höheren) Beitrag. Denn rechnet man z.B. die vorprogrammierte Erstattung der professionellen Zahnreinigung mit ein, bleibt vom Versicherungsbeitrag (als Rücklage der Versicherung für Zahnerhalt, Zahnersatz und Kieferorthopädie) nicht mehr viel übrig. Die Prophylaxeerstattung beträgt bei 2-maliger professioneller Zahnreinigung pro Jahr oft zwischen 150 und 200 € und damit z.T. mehr als die Hälfte des Jahresbeitrags – dieser Effekt wird auf der WaizmannTabelle auch als „PZR-Effekt“ bezeichnet. Er beziffert, mit wieviel Euro Erstattung man seitens einer Zahnzusatzversicherung für zwei professionelle Zahnreinigungen pro Jahr garantiert rechnen kann.
Alte Zahnzusatzversicherungen (vor 2007) haben in der Regel keinerlei PZR-Effekt. Dies betrifft immerhin ca. 10 Mio. Zusatzversicherte in Deutschland!
Versicherungsexperte Hans Waizmann rät: „Prüfen Sie die Leistungsstärke Ihrer Zahnzusatzversicherung regelmäßig bequem anhand der WaizmannTabelle. Unter www.waizmanntabelle.de sind über 145 Tarife anhand Ihres WaizmannWertes (neutrale Maßeinheit für die Leistungsstärke einer Zahnzusatzversicherung) gelistet. Hat ein Tarif weniger als 50% WaizmannWert, ist er eindeutig leistungsschwach. Es kommen laufend neue Tarife auf den Markt, die den Wechsel von einer alten, leistungsschwachen zu einer modernen, leistungsstarken Zahnzusatzversicherung nahezu aufdrängen.“
Mehr zum PZR-Effekt und einer Übersicht von über 140 getesteten Zahnzusatzversicherungen siehe www.waizmanntabelle.de






