(openPR) Spätestens am 12.07.2012 werden alle Anleger in Anleihen von SIAG Schaaf wissen, worauf sie sich vor einem Jahr eingelassen haben: Am 12.07.2012 wird die erste Zinszahlung der SIAG Schaaf AG fällig. Die Familien-AG von Rüdiger und Dagmar Schaaf hat jedoch am 19.03.2012 Insolvenz angemeldet. Das ist Rekord: nur acht Monate nach der Ausgabe der Anleihe! Prüfungen laufen, inwieweit der wahre Zustand des Schuldners zum Zeitpunkt der Emission der Anleihe beschönigt wurde und inwieweit die Schaaf-Familie für das Desaster in Anspruch zu nehmen ist.
Nachdem klar war, dass die Anleihe-Emission trotz 9% Zinsen nicht die erhofften und so dringend benötigten 50 Mio. € eingespielt hatte, hätte der damals noch als Chef agierende Eigentümer Rüdiger Schaaf die Reißleine ziehen müssen. „Er hätte in Kenntnis der damals schon hoch kritischen Finanzlage nicht weitermachen dürfen. Er hätte nicht Meldungen verbreiten lassen dürfen, wonach SIAG-Schaaf sich positiv entwickele“, meint Rechtsanwalt Klaus Dittke von DSKP.de in Düsseldorf.
Immerhin scheint so viel Vermögen bei SIAG vorhanden zu sein, dass die AG nicht direkt abgewickelt, sondern in Eigenverwaltung als Fortführungsinsolvenz weitergeführt werde. Gläubiger der Anleihe prüfen nun, was bei einer außerordentlichen Kündigung der Anleihe herauskommen könnte. Von Seiten SIAG’s ist angekündigt, am 1.06.2012 ein Sanierungskonzept vorzulegen – einschließlich der Details, welche Zugeständnisse gegebenenfalls den Anleihe-Gläubigern abverlangt würden.
Düsseldorf, 29.05.2012
Klaus Dittke, Anwalt für Kapitalanlegerrecht









