(openPR) "So schenke ich Duisburg Millionen!" Rudolf Kley, OB Kandidat der Bürger Union Duisburg, hängt an Duisburg. Er lebt hier schon seit über 60 Jahren. Es tut ihm leid, dass seine Stadt so heruntergewirtschaftet wurde: "Kann eben nicht jeder mit Geld umgehen. Es ist weder sozial noch richtig, Geld immer mit der Gießkanne zu verteilen." Kley war auch gegen die Abwahl von OB Sauerland. "Als Adolf Sauerland abgewählt wurde, war kein Nachfolger in Sicht. Aus taktischen Gründen, sonst hätte die Abwahl ganz sicher nicht geklappt. Heute redet keiner mehr über die Opfer. Sie wurden eben nur benutzt. Statt dem OB und Duisburg in der Krise beizustehen, zog man ihn eigennützig in den Dreck und manipulierte die Bürger."
Rudolf Kley ist der Dienstälteste der OB-Kandidaten. Er kandidiert ununterbrochen zum 3. Mal. Das zweite Mal jetzt für die Bürger Union Duisburg. Kley will Farbe ins Rathaus bringen. Schließlich ist der Apotheker nicht nur in Duisburg als Maler und Aktionskünstler bekannt und stand mit seiner Malerei auch schon mal im Guinnessbuch der Rekorde.
Es gibt 13 OB-Kandidaten, 2009 waren es "nur" Elf. Spielraum, sich zu profilieren, gibt es kaum. Zu groß ist das Spardiktat. Die Opern-Ehe mit Düsseldorf soll aufgekündigt werden. Oper hin Oper her, Duisburg kann sich keine Oper mehr leisten. Steuererhöhungen sind nicht drin. Man will Hunde erfassen, die bei der Stadt Duisburg nicht angemeldet sind und schränkt schon vor dem Beginn der Aktion den Erfolg mit dem Hinweis ein, dass das Mehr an Hundesteuer leicht durch den Aufwand aufgefressen werden könnte. Alles nur Beschäftigungstherapie? Auch der Bürger soll jetzt Vorschläge machen, aber der Rat entscheidet. Jetzt hat der Rat der Stadt Duisburg die Entscheidung über das Sparpaket hinter die Oberbürgermeisterwahl geschoben. Man will kein Risiko eingehen. Es könnte sich am 17. Juni negativ auf das Wahlergebnis des eigenen Kandidaten auswirken. Alles nur ein Scheingefecht? Sparalternativen gibt es nicht wirklich. Natürlich schade aus Kleys Sicht, wie so vieles andere auch schade ist.
"Wenn sich Duisburg schon keine Oper leisten kann, dann soll es wenigstens mit der Kunst weitergehen," denkt der OB Kandidat, der auch Künstler ist. "Wie kann man ohne Geld das Image aufbessern?" Und schon hat er eine Idee.
Negativ-Schlagzeilen für Duisburg hat nicht nur die Loveparade-Katastrophe gemacht. Eine andere Katastrophe spielte sich um den Erweiterungsbau des Museums Küppersmühle ab. Was hoch droben auf dem Museum als kultureller Leuchturm eigentlich schon zur Ruhr.2010 leuchten sollte, liegt jetzt wegen Pfusch am Bau leblos neben dem Museum. Eine Verwertung ist nicht in Sicht, der Rückbau verschlingt den Materialpreis. Vielleicht muss Duisburg auch hier noch draufzahlen.
Kein Mensch weiß, welcher Millionen-Schaden sich noch aus dem Verträgen mit dem Sammlerehepaar Ströher ergibt. Vorsorglich hat Rudolf Kley 2011 diesen Anbau schon mal zum Kunstwerk erklärt. Wieso so etwas möglich ist, erklärt er auf seiner Website www.pro-kley.de Soviel sei an dieser Stelle verraten: es hat was mit den Ready-mades von Duchamp zu tun und mit Konzeptkunst. "Jeder Mensch ist ein Künstler!" Beuys mag es etwas anders gemeint haben, aber Kley nimmt es wörtlich. Außerdem hat Josef Beuys ihm gesagt: "Mach Du es!" als es 1981 bei einer Diskussion darum ging, den erweiterten Kunstbegriff einen Namen zu geben.
Sein uneigennütziger Ratschlag: "Die Stadt sollte versuchen, dieses Kunstwerk für viele Millionen bei Sotheby´s oder über andere Kunstaktionshäuser an den Sammler zu bringen. Die Augen der Welt richten sich dann wieder auf Duisburg. Aber anders als bei der Loveparade. Es müsste allerding die Auflage geben, dass das Kunstwerk Duisburg als Touristenattraktion erhalten bleibt. Über den Handel mit Souvenirs erschließt sich Duisburg dann eine ganz neue Einnahmequelle, die Hotels sind ausgebucht, die Reisenden lassen ihr Geld in der Stadt und die Gewerbesteuereinnahmen sprudeln nur so. Der Anbau wirbt auch ohne Sammlung für die Stadt, wie er es vielleicht auf der Spitze der Küppersmühle nie gemacht hätte. Torsi findet man in vielen historischen Museen. Das ein Museum oder ein Teil eines Museums zum Torso wird, aber eher selten oder gar nicht."
Kley meint, dass Duisburg solche und noch viele andere - im Ansatz vielleicht "verrückte"- Ideen braucht, weil die Normalität Duisburg nicht aus der Misere hilft. "Diese Misere darf einfach kein Normalzustand werden." Wie schon gesagt, für den Maler und ersten "Oberbürgermeisterwutkandidaten" Rudolf Kley gehört Farbe ins Rathaus. "Kreativität statt roter Zahlen!" verkündet er immer wieder und "Aus der Traum! Jetzt ist Sparen angesagt. Jeder Kandidat, der etwas anderes sagt und vorgibt, irgendwo noch eine Chance für irgendetwas zu sehen, disqualifiziert sich selbst!" Wie sieht er seine Chancen? "Die Chance, in die Stichwahl zu kommen, war noch nie so groß. Leute geht zur Wahl oder macht Briefwahl. Ohne Euch läuft die Demokratie nicht!" Sagt es und dreht sich um, weil er noch schnell eine neue Idee notieren muss.













