(openPR) Die in Jamaika geborene Ausnahmeathletin Merlene Ottey nahm am 15. Mai im Rahmen eines Deutsch-Jamaikanischen Sportforums in Berlin einen Preis für ihre außergewöhnliche sportliche Karriere entgegen. Während ihrer langen sportlichen Laufbahn gewann Ottey 14 Medaillen bei Weltmeisterschaften, 9 Olympische Medaillen und lief mehrere Weltrekorde. Ottey ging siebenmal bei Olympischen Spielen an den Start – so oft wie keine andere Leichtathletin der Welt. Selbst heute, im Alter von 52 Jahren, ist Ottey noch im Leistungssport aktiv, startet allerdings seit 2002 für ihre neue Heimat Slowenien.
Hauptredner bei dem vom Centrum für Sportwissenschaft und Sportmedizin Berlin (CSSB) und der jamaikanischen Botschaft organisierten Deutsch-Jamaikanischen Sportforum war Hon. Patrick Lipton Robinson, der als Richter und ehemaliger Präsident am Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) in Den Haag tätig ist. Der jamaikanische Richter gilt zugleich als profunder Kenner der Sportszene seiner Heimatinsel und ist Verfasser des Buches „Jamaican Athletics – A Model for 2012 and the World“. In seiner Rede erläuterte Robinson, wie die Mentalität entstand, welche die Grundlage für Jamaikas herausragende sportliche Erfolge bildet: Bereits zu den Zeiten der Sklaverei, besonders während des Maroon-Aufstandes im 18. Jahrhundert, entwickelte sich auf der Insel eine Form von Stolz, Zähigkeit und Ehrgeiz, welche sich dauerhaft in der Mentalität der Inselbewohner niederschlug. Heute sei darüber hinaus der offene Zugang zur Leichtathletik für Kinder sämtlicher sozialer Schichten der maßgebliche Faktor, der dazu führt, dass Talente schon früh entdeckt und gefördert werden. Den Schulen auf Jamaika komme dabei ein ganz besonderer Verdienst zu. Robinson ist sich sicher, dass Jamaika noch in vielen anderen Disziplinen etliche Weltklassesportler hervorbringen würde, wenn der Zugang zu diesen Sportarten ebenso offen wäre wie für die Leichtathletik.
Neben Hon. Patrick Lipton Robinson waren Dr. rer. nat. Wolfgang Höckh, Leiter des CSSB, Prof. Dr. Karsten Dreinhöfer, Mitglied im CSSB und Professor für Muskuloskeletale Rehabilitation, Prävention und Versorgungsforschung, H.E. Joy Wheeler, Jamaikas Botschafterin in Berlin, Chevannes Barragan de Luyz vom Jamaica Tourist Board und Sloweniens Botschafter H.E. Mitja Drobnic Redner bei dem Deutsch-Jamaikanischen Sportforum. Eine weitere Ehrung erhielt der gebürtige Jamaikaner Terence Parris, Marketingleiter für Teamsport bei Puma in Deutschland, für die enge Zusammenarbeit zwischen Puma und Jamaika.
Anlass für das Deutsch-Jamaikanische Sportforum war das 50. Jubiläum von Jamaikas Unabhängigkeit und zugleich auch der diplomatischen Beziehungen zwischen Jamaika und Deutschland.













