(openPR) Durch die Blockade im Bundesrat müssen die Änderungen bei der Solarförderung neu verhandelt werden. Dabei darf es nicht nur um finanzielle Aspekte gehen. Solaranlagen auf ungedämmten Dächern können für lange Zeit rentable Effizienzmaßnahmen an diesem Bauteil behindern.
Der Bundesrat hat der von Bundesregierung und Bundestag bereits beschlossenen Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) nicht zugestimmt, sondern den Vermittlungsausschuss angerufen.
„Die Diskussion um die Solarförderung darf nicht auf die Höhe der Förderung reduziert werden, sondern muss auch die anderen Säulen der Energiewende einbeziehen. Dies gilt insbesondere für die Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudebereich “, fordert Christian Bruch, Geschäftsführer des Gesamtverbands Dämmstoffindustrie (GDI).
So darf nicht vernachlässigt werden, dass die Möglichkeiten der energetischen Sanierung des Daches durch die Installation einer Solaranlage auf lange Zeit eingeschränkt wird. Der nachträglichen Aufsparrendämmung eines Steildaches oder Zusatzdämmung auf einem Flachdach steht eine solche Anlage im Wege. Dabei ist gerade die Begrenzung der Wärmeverluste über die Dachfläche eine der rentabelsten Effizienzmaßnahmen. Nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur dena liegt der Unterschied zwischen dem Wärmeverlust eines Eigenheimes mit einem nicht gedämmten Dach und einem Haus mit einem gedämmten Dach bei bis zu 9.000 kwh oder rund 630 EURO im Jahr. Eine Rechnung, die nicht nur bei der Anschaffung einer Solaranlage, sondern auch bei der Diskussion um förderwürdige Anlagen berücksichtigt werden muss, denn erst nach Ausschöpfung der Effizienzpotentiale kann die erneuerbare Energie ihre volle Wirkung entfalten.
Bruch: „Die Energiewende funktioniert wie ein Uhrwerk: Die unterschiedlichsten Maßnahmen greifen ineinander wie Zahnräder. Klimaschutz bedeutet nicht nur, Energie sauber zu erzeugen, sondern auch, sparsam damit umzugehen. Das ist für die Atmosphäre genauso wichtig, wie für private und öffentliche Kassen.“







