(openPR) Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und Bundesverband der Betriebskrankenkassen verstärken Ihre Zusammenarbeit
13. August 2003 - Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Bundesverband der Betriebskrankenkassen (BKK) vereinbaren eine enge Zusammenarbeit in der Prävention und Gesundheitsförderung mit dem Ziel, sozial bedingte Ungleichheit von Gesundheits-chancen zu vermindern.
Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass Menschen mit niedrigem Einkommen, niedriger Schulbildung oder niedriger Stellung im Beruf ungünstigere Gesundheitschancen haben. Dies beginnt bereits im Kindes- und Jugendalter. So sind Sterblichkeit und Krankheitshäufigkeit bei sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen deutlich erhöht. Aber auch gesundheitsrelevante Verhaltensweisen sind ungünstiger, z.B. rauchen Jugendliche desselben Alters als Berufsschüler zu 53%, als Gymnasiasten zu 37%, Früherkennungsuntersuchungen, insbesondere ab U7 und Impfungen werden von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen seltener wahrgenommen. Es gibt zwar eine Anzahl von Einzelmaßnahmen zur Verbesserung dieser Situation, es fehlt aber oft an geeigneten Zugangswegen und einer integrierten systematischen Förderung.
Dieser Herausforderung wollen sich beide Partner stellen, indem sie den Informations- und Erfahrungsaustausch stärken, Instrumente und Verfahren für qualitätsgesicherte Programme und Projekte gemeinsam nutzen.
Bundesweit konnten bisher rund 2.400 gesundheitsbezogene Projekte für sozial Benachteiligte erhoben werden. Sie sind in einer Datenbank zusammengefasst, die von der Landesarbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung, Gesundheit Berlin e.V., betreut wird.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellt diesen Datenpool für Auswertungen des BKK-Bundesverbandes zur Verfügung. Aufgrund der Analyse dieser Daten sollen Möglichkeiten für eine kassenfinanzierte Gesundheitsförderung für sozial Benachteiligte geprüft und Konzepte entwickelt werden.
Gegenstand dieser Zusammenarbeit ist darüber hinaus die Entwicklung von Erfolgskriterien für Interventionen in diesem Themenfeld. Die Gesundheitschancen für sozial benachteiligte Gruppen können nur dauerhaft verbessert werden, wenn qualitätsgesicherte Maßnahmen langfristig zum Einsatz kommen.






